Sturm ENAWO wird zum gefährlichen Zyklon

Nach einer ruhigen Phase braut sich auf dem südlichen Indischen Ozean ein starker Zyklon zusammen, der vor allem Madagaskar bedrohen dürfte. Der Sturm bekam heute den Namen ENAWO. Die genaue Zugbahn ist noch sehr unsicher, aber die meisten Modelle lassen ihn nun in Richtung Madagaskar ziehen. Dabei könnte er sich sogar zu einem sehr starken und damit extrem gefährlichen Zyklon verstärken.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den Tropensturm ENAWO nordöstlich von Madagaskar und nördlich von Mauritius mit der Stadt Port Louis. Bisher wirkt das riesige System noch etwas unorganisiert, Analysen aus Satellitendaten ergeben aber bereits Windgeschwindigkeiten bis Sturmstärke und der Sturm bekam daher einen Namen aus der vorgegebenen Liste. Selbst wenn sich der Sturm noch etwas zusammenziehen sollte, gehört er zu den größten der vergangenen Jahre auf dem südlichen Indischen Ozean.

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Die aktuelle Blitzaktivität im Bereich des Tropensturms. Auch die Blitzaktivität ist ein Anzeichen für eine mögliche rasante Verstärkung. Gerade in der vergangenen Stunde sind einige neue Blitze hinzugekommen.

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Die Karte aus dem globalen US-Modell zeigt die Luftdruckverteilung in der Nacht zum kommenden Dienstag. Der Zyklon soll sich demnach der Nordostküste von Madagaskar nähern und damit nördlich an Mauritius mit Port Louis und La Réunion vorbeiziehen. Beide Inseln können dennoch von recht starkem Wind und Regen gestreift werden.

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Bis zu 15 Meter hohe Wellen werden für die Nacht zum Dienstag im Bereich des Sturms berechnet. Dies ist aber nur die signifikante Wellenhöhe, einzelne Wellen können sich noch deutlich höher aufbauen. Ausreißer wie die berüchtigten Freakwaves sind nicht berücksichtigt. Auch an den Küsten von Mauritius muss demnach mit 3 bis 5 Meter hohen Wellen gerechnet werden. An den Stränden aller Inseln und des Festlandes im Umkreis von 1500 bis 2000 Kilometern um den Sturm herum können sich gefährliche Wellen aufbauen. Kommt der Zyklon etwas näher an Mauritius heran, dürfte die Wellenhöhe noch größer sein.


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4 Kommentare

  1. Heidi 3. März 2017
    • Thomas Sävert 3. März 2017
  2. Heidi 4. März 2017

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