Starker Taifun LAN bedroht ab Sonntag Japan

Taifun LAN liegt am Donnerstagmorgen östlich der Philippinen und verstärkt sich langsam aber sicher immer weiter. Die derzeitigen Mittelwinde werden bei 120 km/h angenommen, die maximalen Windböen bei bis zu 150 km/h, so die Angaben des JTWC aus der Nacht zum Donnerstag. So ganz genau weiß man das aber nicht, denn es erfolgen hier nicht wie bei einem atlantischen Hurrikan Aufklärungsflüge durch die amerikanischen Hurrikan-Hunter. Wir sehen unten in der Animation des Top Alarm Satellitenbildes den Sturm  – er wird hier sehr langsam weiter nach Norden ziehen und die Philippinen zum Glück nicht direkt erfassen.

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Weitere Verstärkung bis zum Wochenende

Nach der Prognose des ECMWF Wettermodell, welches den Taifun derzeit sehr gut erfasst, ist bis zum Samstag mit einer deutlichen Verstärkung zu rechnen. Wir sehen unten die Animation des Luftdrucks mit einer deutlichen Vertiefung auf 937 hPa im Auge des Sturms bis Samstag 14 Uhr MESZ. Dabei wäre zunächst die südlichste Präfektur Japans Okinawa betroffen. Wie nah der Taifun hier aber vorbeizieht oder ob er eine der Inseln auch voll erfassen wird, ist noch unklar.

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Schauen wir uns die Prognose für Sonntag genauer an: Windböen über 200 km/h werden um das Auge des Sturms berechnet, große Teile von Okinawa würden noch von Orkanböen erfasst. Die gefährdeten Inseln sind eingekreist. Die exakte Zugbahn ist aber natürlich noch unsicher, wie oben bereits erwähnt.

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Gefahr für große Teile Japans und auch Tokio

Wir bewegen uns nun Richtung Beginn der kommenden Woche, also Montag und Dienstag, was selbstverständlich noch sehr unsicher ist. Wie wir aber auch gleich weiter unten sehen werden, ist ein Landgang in Japan schon jetzt recht wahrscheinlich. Dabei wäre auch die Metropole Tokio betroffen. Die Animation unten zeigt, dass der starke Taifun mit Windböen über 200 km/h auf Japan treffen könnte. Hinzu kämen heftige Regenfälle mit verbreitet 150 bis lokal über 400 Liter/qm in 24 bis 48 Stunden, wie die Prognose hier zeigt. Dazu eine extreme Sturmflut mit derzeit berechneten Wellenhöhen bis zu 20 Meter, einzelne Wellen können auch deutlich höher ausfallen.

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Zugbahn in den Storm Tracks

Dass ein Auftreffen auf Japan recht wahrscheinlich ist, zeigen die Storm Tracks aus dem ECMWF Wettermodell. Hier werden über 50 Lösungen berechnet und an der Spannbreite der Lösungen können wir sehen, wie sicher die Zugbahn von LAN derzeit ist. Die Lösungen gehen besonders am Samstag und Sonntag recht weit auseinander, aber ein Landgang weiter nördlich in Japan und auch nahe Tokio scheint recht sicher. Dennoch sollte man weiter abwarten – es sind noch 4 bis 5 Tage und tropische Wirbelstürme können immer auch für Überraschungen sorgen. Wir berichten weiter.

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4 Kommentare

  1. Klaus 20. Oktober 2017
    • Matthias Büchner 22. Oktober 2017
  2. Lena Tung 21. Oktober 2017
  3. Enrico Medved 21. Oktober 2017

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