Niedrigwasserlage verschärft sich weiter

Die meisten Flüsse und Stauseen in Deutschland weisen derzeit deutlich niedrigere Wasserstände auf als im langjährigen Mittel zu dieser Jahreszeit. Und daran wird sich auch in nächster Zeit nichts ändern – im Gegenteil: Denn die erwarteten Schauer und Gewitter am heutigen Donnerstag und örtlich noch am Freitag bringen höchstens lokal Linderung und danach fällt vorerst kein weiterer Niederschlag. Damit dürften die Pegelstände der Flüsse weiter sinken. Sollte der Sommer sehr trocken weitergehen, könnten im Spätsommer und Herbst zum Teil sehr niedrige Wasserstände auftreten.

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Die Niederschlagssummen seit Jahresbeginn: In vielen Regionen kamen bisher weniger als 200 Liter Regen pro Quadratmeter (entspricht mm) zusammen. In den hellgrünen Gebieten, wie in Rheinland-Pfalz, waren es nur zwischen 100 und 140 Liter pro Quadratmeter. Das ist deutlich weniger als im langjährigen Mittel. So kommen im Mittel der Jahre 1981 bis 2010 in der Stadt Worms (Rheinland-Pfalz) 415 Liter pro Quadratmeter zusammen, in diesem Jahr bisher nicht einmal ein Drittel davon!

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Die erwarteten Regensummen bis kommenden Mittwoch aus dem globalen deutschen Modell. In einigen Regionen bleibt es ganz trocken, gebietsweise sollen nach diesem Modell mehr als 15 Liter pro Quadratmeter fallen, was allenfalls der berühmte Tropfen auf den heißen Stein wäre. Das meiste davon fällt in den Schauern und Gewittern am heutigen Donnerstag und ist damit kaum abflussrelevant.

Nicht nur die großen Flüsse wie Rhein, Elbe und Donau weisen derzeit Niedrigwasser auf, auch viele kleinere Flüsse und Bäche sind fast leer. Der Füllstand zahlreicher Stauseen sinkt derzeit rapide ab. Der Edersee, der allerdings auch zur Schiffbarhaltung der Oberweser beiträgt, weist nur noch einen Füllstand von 53 Prozent auf. Zwischen 1,5 und 2 Millionen Kubikmeter Wasser werden derzeit täglich an die Weser abgegeben. Der Wasserstand des nordhessischen Sees liegt bereits mehr als 10 Meter unter Vollstau. Der Ruhrverband in NRW meldet im Einzugsgebiet der Ruhr aktuell noch einen Füllstand der Stauseen von 78 Prozent.

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Das Foto von Achim Otto zeigt die Wupper im Bergischen Land, auch hier ist kaum noch Wasser vorhanden.


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