Leichte Hochwassergefahr an der Ostsee

In den kommenden Tagen stellt sich am Südrand eines sich über Skandinavien verstärkenden Hochdruckgebietes eine starke östliche Strömung ein. In Böen erreichte der Wind auf Nord- und Ostsee und damit auch an Ostseeküstenabschnitte mit auflandigem Wind Sturmstärke. Vor allem auf einzelnen Ostseeinseln und an exponierten Küstenabschnitten sind auch schwere Sturmböen um 90 km/h, vereinzelt sogar  um 100 km/h möglich. Durch den starken Ostwind wird das Wasser vor allem an die schleswig-holsteinische Ostseeküste gedrückt, in einigen Häfen droht leichtes Hochwasser. Gleichzeitig drückte der Wind das Wasser von der Nordseeküste weg und Niedrigwasser könnte hier zu Fährausfällen führen.

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Der Mittelwind und die Windrichtung am Freitagnachmittag aus dem SuperHD-Modell. Der Wind frischt aus Ost bis Ostnordost stark auf.

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Die Windböen am Freitagnachmittag in Schleswig-Holstein aus dem SuperHD-Modell. Schwere Sturmböen (ab 89 km/h) sind in freien Lagen der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und auf der Insel Fehmarn möglich. Für den Ablauf einfach im Menü Stunde für Stunde vor- oder zurückblättern.

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Auch in Mecklenburg-Vorpommern können Böen bis Sturmstärke auftreten, dazu die Böen am Freitagnachmittag aus dem SuperHD-Modell.

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In der Nacht zum Samstag und am Samstagvormittag legt der Ostwind noch weiter zu mit teils schweren Sturmböen um 90 km/h, in freien Küstenlagen auch um 100 km/h und darüber. Vereinzelt sind nach dem HD-Modell vor allem auf freier See einzelne orkanartige Böen von 103 km/h und mehr nicht ausgeschlossen. Andere Modelle rechnen den Wind schwächer, zum Modellvergleich am oberen Kartenrand zu den anderen Modellen wechseln.

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Die Vorhersage Kompakt für Travemünde (andere Orte bitte dort eingeben) zeigt vor allem für den Samstag Böen bis Sturmstärke.

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Ostseehochwasser in Kiel im Herbst 1989, Foto: Thomas Sävert

Mit dem Ostwind wird das Wasser in der Ostsee nach Westen gedrückt und die Wasserstände steigen am Freitag und Samstag deutlich an. Von der Flensburger Förde bis zur Lübecker Bucht werden die höchsten Wasserstände erwartet. Dabei kann das Wasser in den Buchten und Häfen durchaus mehr als einen Meter höher steigen als normal. In einzelnen Häfen kann es knapp werden; wer sein Auto in Wassernähe parkt, sollte die Vorhersagen genau verfolgen. Anders als an der Nordseeküste spricht man an der Ostsee nicht von einer Sturmflut, sondern von Sturmhochwasser, da es hier so gut wie keinen Tidenhub mit Ebbe und Flut gibt.



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