Bilanz der Unwetter am Dienstag

Am Dienstagabend bildeten sich vor allem in einem Streifen von Osthessen bis an den Niederrhein teils kräftige Gewitter, die zum Teil mit Starkregen und örtlich auch mit Hagel verbunden waren. Lokal gab es Überschwemmungen mit einigen Schäden. Lokal eng begrenzt standen Straßen unter Wasser und Keller liefen voll. Da die Gewitter relativ langsam zogen, brachten sie vor allem lokal größere Regenmengen, Sturm gab es nur vereinzelt.

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Die Höchstwerte am Dienstag in Deutschland, gebietsweise reicht es für einen Sommertag mit 25,0 Grad und mehr.

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Tausende Blitze wurden am Dienstag in Deutschland registriert, die meisten in einem schmalen Streifen von der Rhön bis an den Niederrhein.

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Besonders blitzintensiv waren die Gewitter im Laufe des Abends, die Karte zeigt allein mehr als 3600 Blitze im Kartenausschnitt innerhalb von nur 30 Minuten.

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Die 24stündigen Regensummen bis zum Mittwochmorgen, berechnet aus den Messwerten der Wetterstationen und den Radardaten. Besonders vom Bergischen land bis in den Süden von Mülheim an der Ruhr sind örtlich mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen.

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Überschwemmungen in Burghaun (Hessen), Foto: Christian Heß

In Burghaun im Landkreis Fulda (Hessen) fiel zwischen 18 und 19:30 Uhr infolge eines sehr langsam vorbeiziehenden Gewitters zum Teil sehr kräftiger Regen. Zahlreiche Keller sind vollgelaufen, die B27 war zeitweise überschwemmt, am Ostbahnhof in Burghaun rutschte Erde hangabwärts. Das Wasser suchte sich vor allem vom Mahlertshof und der Hartmannshöhe kommend den Weg in den Ort, zahlreiche Straßen wurden überspült, teilweise Teer mit weggerissen. Dutzende Keller sind vollgelaufen, die Brühe lief mehr als knöchelhoch die Straßen herunter und rasch bis in den Ortskern hinein. Die Dimbach, eigentlich ein kleines Rinnsal und kaum einen halben Meter breit, schwoll auf über einen Meter Höhe und vier Meter Breite an. Die Feuerwehren waren stundenlang im Einsatz.

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Wo am Dienstag Hagelkörner fielen, sieht man in der Karte mit der maximalen Hagelgröße. Betroffen war vor allem ein schmaler Streifen bis an den Niederrhein, allerdings fiel meist nur kleiner Hagel. Für Details einfach in den betreffenden Landkreis zoomen.

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Meldungen über Sturmschäden wie umgestürzte Bäume gab es nur vereinzelt, bei langsam ziehenden Gewittern wie am Dienstag besteht die Hauptgefahr durch starke Niederschläge. Die Karte zeigt die stärksten Böen zwischen 20 Uhr und 2 Uhr nachts.

Noch ein paar Eindrücke von den getrigen Gewittern:

 



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Ein Kommentar

  1. A. Müller 11. April 2018

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