Zahl der Tornados in 2015 auf 36 erhöht

Am Wochenende hat die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland zahlreiche Tornadoverdachtsfälle aus dem Jahr 2015 diskutiert. Einige Fälle konnten dabei als Tornados bestätigt werden, andere wurden verworfen und die betreffenden Schäden auf Gewitterböen zurückgeführt. Dadurch haben sich die Zahlen für 2015 geändert, es gab mindestens 36 Tornados. In der Arbeitsgruppe sind Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen vertreten, auch der Autor selbst arbeitet darin mit.

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Radarbild (Links) und Dopplerradarbild (rechts) des Gewitters in der Nacht zum 01.09.2015

Mindestens 36 bestätigte Tornados gab es im vergangenen Jahr, dazu kommen noch etwa 170 Tornadoverdachtsfälle, von denen zahlreiche noch untersucht werden. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein nächtlicher Tornado in dem Ort Schlenzer in der brandenburgischen Gemeinde Niederer Fläming. Das gesamte Schadensbild mit erheblichen Verfrachtungen von schweren Dachteilen über Hunderte Meter hinweg, Einschlägen in Wänden und Feldern, einer sehr engen Schneise und eindeutigen Radarbildern ließ keinen anderen Schluss zu.

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Tornado bei Döllstädt (Thüringen) am 17.10.2015

Weil die Tornadoforschung in Deutschland noch jung ist, gibt es derzeit keine seriöse Tornadostatistik für Deutschland. Mit den bisher vorliegenden Zahlen gehen wir von 30 bis 60 Tornados pro Jahr aus, wobei die Zahlen von Jahr zu Jahr stark schwanken. Den Rekord stellte das Jahr 2006 auf mit bislang 121 bestätigten Tornados. Die Zahlen sind mit der Wiederaufnahme der Tornadoforschung um die Jahrtausendwende stark angestiegen, ein Trend oder ein Einfluss der Klimaerwärmung ist bisher aber nicht erkennbar. Zumindest ein wesentlicher Teil des Anstiegs dürfte auf die vermehrten Beobachtungen, die Verbreitung der Handys und die gestiegene Aufmerksamkeit der Bevölkerung zurückzuführen sein.

 

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4 Kommentare

  1. Anne 26. Januar 2016
    • Thomas Sävert 26. Januar 2016
  2. Carsten 30. Januar 2016

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