Umstellung der Großwetterlage möglich

Es gibt immer mehr Anzeichen in den Wettermodellen, dass sich die Großwetterlage umstellen könnte – möglicherweise sogar nachhaltig. Anders gesagt würde damit die seit einigen Wochen mit wenigen Unterbrechungen anhaltende kühle Wetterlage beendet und es würde nachhaltig wärmer werden. Vorab sei aber gesagt, dass dies noch nicht gesichert ist, aber wir wollen in den folgenden Zeilen mal schauen, was die Wettermodelle so berechnen.

Derzeitige Großwetterlage

Die Karte mit der Luftdruckverteilung zeigt ein kräftiges Hoch bei Island, welches das Wettergeschehen steuert. Damit weht am Rande des Hochs (Luft zirkuliert um ein Hoch im Uhrzeigersinn) kühle Luft aus dem hohen Norden zu uns. Wenn wir Details mal außer Acht lassen, zeigte sich die Wetterlage in den vergangenen Wochen sehr ähnlich.

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Erste Umstellung bereits ab Mittwoch

Bereits ab Mittwoch wird aus Südwesten an der Vorderseite eines Atlantiktiefs mildere Luft herangeweht. Wir betrachten im Folgenden die Karte für den Luftdruck des EU Modells und zwar das Ensemble Mittel. Hier wird das Mittel verschiedener Berechnungen des Global Euro Standard Modells gezeigt.

Sie sehen auf der Karte für kommenden Freitag 02 Uhr, dass auf dem Nordatlantik und auch Richtung Island nun ein Tiefdruckkomplex die Regie übernimmt und das Hoch (Karte oben) abgebaut wurde. Das ist die erste wichtige Änderung zur Umstellung der Großwetterlage. Damit wird statt der nördlichen Strömung nun wärmere Luft aus dem Süden herangeweht. Sie sehen aber auch, dass bei uns Tiefdruckeinfluss herrscht, stabiles und trockenes Wetter ist also eher nicht zu erwarten. Regen, Schauer und auch Gewitter werden uns wohl durch die zweite Wochenhälfte begleiten.

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Weiterer Trend – nachhaltige Umstellung?

Schauen wir uns im Vergleich den 17. Mai beim US Modell und beim EU Modell an. Sie müssen wissen, dass es bei diesem Zeitraum zunächst mal um grobe Strukturen der Wetterlage geht. Ob es an Ort X regnen wird oder 18 oder 22 Grad gibt, ist bei diesem Zeitraum von 9 bis 10 Tagen erst einmal nicht so wichtig und praktisch kaum vorhersagbar.

Die folgenden Karten zeigen die Geopotentielle Höhe in 500 hPa, also rund 5 bis 5,5 km Höhe. Klingt alles kompliziert, ist es auch ein wenig. Sie müssen sich das einfach wie Hochs und Tiefs in der Höhe vorstellen, also nicht am Boden, wie wir es sonst aus den klassischen Luftdruckkarten kennen. Ich habe zur besseren Übersicht die Hochs und Tiefs sowie die großräumigen Bewegung der Luftmassen eingezeichnet.

Fazit: Beide Wettermodelle sehen deutlich wärmere Luft, die sich mit einem ausdehnten Hoch bis in hohe Luftschichten auf den Weg nach Mitteleuropa macht. Von der bisher vorherrschenden, kühlen Wetterlage wäre demnach keine Spur mehr.  Bei Island herrscht nun tiefer Luftdruck. Im weiteren Verlauf gäbe es sogar die Möglichkeit von sehr warmer bis heißer Luft (roter Pfeil) in Mitteleuropa, wenn sich das „Gebilde“ weiter nach Osten verlagert.

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Es lässt sich also abschließend sagen, dass erstmals seit einigen Wochen eine grundlegende Wetterumstellung oder besser gesagt eine komplette Umkehr der für uns wetterbestimmenden Druckgebilde in Aussicht steht. Trotzdem ist noch Vorsicht geboten: Sollten sich die Druckgebilde beispielsweise weiter nach Westen verschieben, kämen wir doch wieder eher in die kühle nördliche oder nordöstliche Strömung! Es bleibt also abzuwarten, ob sich die derzeitig berechnete Entwicklung in den kommenden 7 bis 10 Tagen durchsetzen wird.
Sie können übrigens mit der Vorhersage XL immer schauen, ob es bei den Temperaturen deutlich aufwärts geht oder eben nicht und wie sicher diese Entwicklung ist. Für Frankfurt am Main ist der wärmere Trend mit Höchstwerten um 20 Grad deutlich erkennbar ab Donnerstag. Im weiteren Verlauf will nur das kanadische Modell uns wieder auf der „kalten Seite“ sehen. Die anderen drei Modelle bleiben warm. Für ihren Ort können Sie einfach hier nachsehen. Wir bleiben natürlich dran an der Entwicklung.

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3 Kommentare

  1. Seb 22. Mai 2017
  2. Detmers 27. Februar 2018
    • Fabian 27. Februar 2018

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