Tornado im Kreis Düren (NRW)

Am Freitagvormittag hat sich im Bereich eines kräftigen Schauers im Kreis Düren (NRW) ein Tornado gebildet. Ein Video zeigt eine fast bis zum Boden hinab reichende Trichterwolke (englisch: Funnelcloud), das ist der durch Kondensation sichtbare Teil eines Wirbels, der sich unsichtbar nach unten fortsetzt. Hat der Wirbel Bodenkontakt, ist es ein Tornado.

Den Tornado konnte Andy Holz etwa 10 Minuten lang beobachten. Das Video hat er in Hürtgenwald-Vossenack aufgenommen mit Blickrichtung Westen. Die Zeit war zwischen 10:53 Uhr und 11:05 Uhr MESZ.

Das folgende Video wurde von Daniela Mertens in Roetgen aufgenommen:

 

Dieses Foto hat uns Sonja Bahr zugesandt. Vielen Dank dafür. Es wurde an der kleinen Ringstrasse in Hürtgenwald Raffelsbrand aufgenommen in Richtung Stolberg blickend (west/nordwestliche Blickrichtung).

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Mit den vorliegenden Videos und Fotos muss davon ausgegangen werden, dass der Wirbel Bodenkontakt hatte. damit handelt es sich um einen Tornado. Die Stärke des Tornados kann aber nur festgestellt werden, wenn in dem schwer zugänglichen Bereich Schäden aufgefunden und analysiert werden.

Hier das Radarbild von 10:50 Uhr:

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Auch in den Dopplerradarbildern ist die Rotation der Zelle gut zu erkennen, vor allem zu Beginn des mutmaßlichen Tornados liegen die unterschiedlichen Farben dicht nebeneinander. Rot bedeutet eine Bewegung weg vom Radarstandort (nördlich) und grün zum Radarstandort hin. Mehr zu dem Thema bei uns im Wetterlexikon: Wie erkenne ich einen Tornado in den Radarbildern?

4 Kommentare

  1. Ingo B. 27. Mai 2016

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