Rekordniedrigwasser im Rhein

Die Allzeitrekorde, die überwiegend aus dem Herbst 2003 stammen, sind noch nicht erreicht, aber die tiefsten Wasserstände werden normalerweise schon im Herbst gemessen. Im Winter füllen eigentlich Niederschläge die Flüsse wieder auf. In diesem Dezember ist es anders, die Jahrestiefststände werden vor allem im Rhein erst jetzt erreicht, an einigen Orten gibt es neue Rekorde für Ende Dezember.

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Das Foto zeigt den Rheinpegel in Worms im Herbst 2003 bei einem Wasserstand von rund 20 Zentimetern, der Rekord wurde damals mit 15 Zentimetern erreicht. Es war natürlich noch mehr als 15 Zentimeter Wasser im Fluss, der Nullpunkt wurde an jedem Pegel willkürlich festgelegt. Man erahnt, dass damals einige Meter Luft waren nach oben. Aktuell zeigt der Pegel einen Wasserstand von rund 40 Zentimetern an und damit den bisher tiefsten Wert Ende Dezember seit Aufzeichnungsbeginn. Der höchste Stand am Pegel in Worms lag übrigens rund 8 Meter höher und wurde am 29.12.1882 mit 8,22 Meter registriert. 7,07 Meter waren es beim letzten größeren Hochwasser am 03.06.2013.

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In Düsseldorf sieht es nicht viel anders aus. Aktuell bewegt sich die Pegelanzeige zwischen 80 und 85 Zentimetern. Im Herbst 2003 (Foto) waren es im Tagesmittel 40 Zentimeter, kurzzeitig sogar 38 Zentimeter. Zum Vergleich: Der höchste Wasserstand beträgt hier 11,10 Meter und wurde am 02.01.1926 erreicht. Auch beim Weihnachtshochwasser 1993 und beim Silvesterhochwasser 1995 wurde die 10-Meter-Marke überschritten. An der Stelle, an der die Aufnahme gemacht wurde, hätte man also einige Meter tief im Wasser gestanden.

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Die Karte mit den Regensummen seit Monatsbeginn zeigt vor allem im Südwesten Deutschlands nur sehr wenig Regen, örtlich blieb es sogar fast trocken.

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Die Karte aus dem HD-Modell zeigt die erwarteten Regensummen bis zum kommenden Mittwoch (04.01.2017). Zwar werden einige Niederschläge erwartet, diese fallen aber in höheren Lagen zum Teil als Schnee und gelangen somit nicht in die Flüsse. Außerdem sind die berechneten Mengen so gering, dass sich der Wasserstand des Rheins, aber auch anderer Flüsse nicht erholen kann. Damit bleiben die Wasserstände einiger Flüsse vorerst auf Rekordniveau für diese Jahreszeit.


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