Pakistan: extremer Monsunregen! — Vergleich zu Unwettern bei uns

Vor einem Monat noch stöhnten Pakistan und Indien unter extremer Hitze, bis 49°C (!!) wurden im Schatten gemessen. Als Trost wurde den dort lebenden Menschen versprochen, dass bald Abkühlung folgt.

Nun, einen Monat später ist die „Abkühlung“ da (wenigstens sind unter 35 Grad…) – jedoch in Verbindung mit dem jährlichen Monsunregen. Im Schnitt fallen hier teilweise im Juli und August zusammen über 600 Liter Regen – drei bis zehn Mal so viel wie bei uns. Im Saarland hat es in den letzten 30 Tagen zwischen 10 und 40 Litern geregnet, in Südniedersachsen satte 150 bis 200 Liter.

Zum Vergleich, angelehnt an die aktuelle Unwettersituation in Deutschland: Man kann es sich so vorstellen, dass es jeden dritten Tag am selben Ort den gleichen unwetterartigen Niederschlag gibt, wie es ihn lokal in den letzten Wochen immer wieder gegeben hat (nur waren fast immer unterschiedliche Orte betroffen). Im Norden Pakistans regnet es nun also genau so viel, als würde bei uns alle drei Tage das gleiche Unwetter am selben Ort niedergehen – bei uns reicht schon 1 Tag für #volleKeller, überfüllte Kanalisationen und Flüsse auf den Straßen.

Die Folge: Viele Straßen, Brücken und Häuser wurden einfach weggeschwemmt, existieren nicht mehr. Die Regionen sind von der Außenwelt abgeschnitten, die Armee rückt mit Rettungsbooten und Hubschraubern aus.

Wetteränderung ist bis Ende nächster Woche nicht in Sicht, – ist halt ein klimatisches Ereignis, der Monsun, und wird, wie o.g., bis August die Menschen dort noch weiterhin in Lebensgefahr bringen. Übrigens geht der Monsun nun auch in Indien und Südostasien los.

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