Neuer Schneefall in den Alpen am Wochenende

Am Freitag stellt sich in den Nordalpen nur eine kurze Schneefallpause ein, denn bereits am Abend zieht neuer Schnee auf. Bis Samstag werden zunächst keine allzu großen Mengen zusammenkommen, erst zum Sonntag sind erneut ergiebige Niederschläge möglich. Dann steigt die Schneefallgrenze zumindest vorübergehend auch an.

Nach den kräftigen Dauerschneefällen liegen nun teilweise sogar in den Tälern unterhalb von 1000 Meter je nach Staulage über 100 cm Schnee. Das sind für Mitte Januar schon beachtliche Mengen, auch auf den Bergen ist die Schneehöhe mit beispielsweise über 3 Meter auf der Zugspitze schon hoch für die Jahreszeit. Hinzu kommt hier, dass Ende November sogar auf der Zugspitze nur 20 cm lagen. Ruhpolding-Seehaus meldete am Donnerstag um 7 Uhr beachtliche 180 cm auf nur 746 Meter üNN!  Berchtesgaden-Unterau auf 715 m üNN meldete satte 120 cm.

Mit unseren Messwertseiten können Sie die tägliche Schneehöhe, immer um 7 Uhr beziehungsweise 06 UTC gemessen, nachsehen. Über das Menü können Sie auch einen gewünschten Tag im großen Archiv wählen und stöbern. Zur besseren Ansicht einfach bis in die Landkreise oder Städte gehen, mit einem Klick auf den Messwert erfahren Sie den Name der Messstelle.

Entwicklung der Schneehöhe an ausgewählten Orten

Ab Freitagabend neuer Schnee, vorerst keine großen Mengen

Ein neuer Tiefausläufer zieht bereits in der Nacht zum Freitag im Nordwesten Deutschlands auf und bringt erst Schnee, dann Regen. Im Süden Deutschlands und in den Alpen fällt mit Eintreffen der Niederschläge durchweg Schnee bis in tiefe Lagen. Los geht es in den Alpen erst ab Freitagabend, zuvor gibt es mit nachlassendem Nordstau eine Pause.

Insgesamt bleiben die Mengen im Vergleich zu den vergangenen Tagen eher gering. Wir sehen links auf der Karte das signifikante Wetter für Freitag 19 Uhr und rechts die 6stündigen Niederschlagsmengen bis 04 Uhr am Samstag. In prädestinierten Staulagen sind 5 bis örtlich etwas mehr als 10 mm Niederschlag zu erwarten in 6 Stunden, was etwa 5 bis 15 cm Neuschnee entspricht, lokal auch etwas mehr als 20 cm. Alle stündlichen Vorhersagekarten:

 

Samstag erst Pause, dann neuer Schnee am Abend

Am Samstag kehrt vorerst wieder eine Schneefallpause ein, bevor der nächste Niederschlag ab dem Abend erneut die Nordalpen erreicht. Das signifikante Wetter für 23 Uhr am Samstag zeigt bereits in tiefen Lagen Regen, man achte auf das Grün bei Rosenheim. Die Schneefallgrenze steigt also langsam schon etwas an, die stündlichen Vorhersagekarten wieder unter dem Link unten. Wir sehen an den 6stündigen Mengen bis 01 Uhr am Sonntag im Allgäu schon etwas mehr Niederschlag, hier könnten auch mehr als 20 cm, in höheren Nordweststaulagen auch mehr als 40cm Neuschnee fallen.

 

Sonntag und Montag ergiebige Niederschläge möglich

Am Sonntag kommt dann deutlich mehr Bewegung in die Sache, denn es könnten erneut ergiebige Niederschläge übergreifen. Bis Montag 16 Uhr rechnet das ECMWF mit oft 30 bis teils über 50 mm Niederschlag in 24 Stunden. Da die Schneefallgrenze vorübergehend steigt, wir sehen es rechts an der Temperatur in ca. 1500 Meter, die bis auf um die 0 Grad steigt, wird es unterhalb von etwa 800 bis 1100 Meter auch reinregnen. Die exakte Entwicklung der Schneefallgrenze bleibt aber noch abzuwarten. Sind die Niederschläge stark genug, kann es besonders inneralpin und in windgeschützten Tälern bei Schnee bis runter bleiben. Oberhalb von 1000 Meter dürfte erneut viel Schnee anstehen! Wo es unten reinschifft, steigt die Schneelast auf den Dächern natürlich deutlich an!

 

Wir sehen unten die MOS Vorhersage für Oberstdorf. Bereits am Samstag dürfte der Schnee nasser werden, von Sonntag auf Montag ist dann auch teils kräftiger Regen möglich (genaues Verhalten der Schneefallgrenze noch unsicher). Tendenziell setzt sich Montag aber wieder kältere Luft durch und es kann wieder bis in die Täler ganz runter schneien. Auch wenn es weiter unten vorübergehend regnen wird, wird sich die Lage am Wochenende eher weiter verschärfen, besonders ab 900 bis 1000 Meter mit erneut viel Neuschnee. Darunter sollte die steigende Schneelast durch Regen, der in die Schneedecke auf den Dächern fällt beachtet werden.



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