
März 2026: Nach rekordmildem Start kam der Absturz
Die erste Märzdekade war 2026 von sehr mildem und trockenem Wetter geprägt. Ab der Monatsmitte, in der zweiten und dritten Dekade, kam der Temperatursturz und es wurde noch einmal zeitweise spätwinterlich.
Die folgende Karte zeigt die Abweichung zur bisher wärmsten erste Märzdekade seit Beginn der Messungen an der jeweiligen Wetterstation. An vielen Stationen war die erste Märzdekade 2026 die wärmste seit Aufzeichnungen (Abweichung 0 oder größer), besonders im Westen und Nordwesten. Am mildesten war es in Nordrhein-Westfalen – hier wurden täglich 15 bis knapp 20 Grad erreicht.

In der 2. Dekade kam ein erster, spätwinterlicher Kaltlufteinbruch. Im Westen Deutschlands wurden am 14. März 2026 teilweise nur Höchsttemperaturen von 4 bis 7 Grad gemessen. Weitere Kaltlufteinbrüche folgten zum Monatsende hin. Im Bergland wurde es noch einmal winterlich mit einer Schneedecke, was nicht ungewöhnlich ist.
Im Tiefland gab es allerdings fast nirgends eine geschlossene Schneedecke. Durchweg Schnee lag dagegen auf dem Feldberg im Schwarzwald und auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald. Einen richtigen Märzwinter gab es dagegen im März 2013. Damals gab es im Osten Deutschlands sogar vielerorts über 20 Schneedeckentage! Unten der Vergleich der Schneedeckentage im März 2026 (links) und März 2013 (rechts).

In der Gesamtbilanz liegt der März 2026 im Deutschlandmittel bei 6,2 Grad. Das klingt vielleicht kalt, ist es für einen März aber nicht. Durch die rekordmilde erste Dekade schafft es der März 2026 nur knapp nicht in die Top Ten der wärmsten Märze seit 1881. Man sieht auch gut den Märzwinter 2013, Platz 5 seit 1881 bei den kältesten Top Ten!

Beim Niederschlag zeigen sich große Unterschiede in Deutschland: Im Nordwesten und in einigen Staulagen der Mittelgebirge und Alpen fielen nach der trockenen ersten Dekade häufiger 50 l/m² und mehr. Sehr trocken war der Monat im Osten Deutschlands, speziell im Osten Bayerns sowie von Sachsen bis Brandenburg und Berlin. Im Deutschlandmittel war es ein sehr trockener März, auch wenn es zuletzt häufig schauerte. Langjährige Mittelwerte für März wurden meist nicht erreicht („zu trocken“). Siehe dazu die Karte mit der Abweichung unten.












