„Jetstream“ über Mitteleuropa bringt uns feuchte und kühle Luft

Immer wieder wurden und werden wir momentan von Nordwestlagen heimgesucht.

Schuld daran ist vielfach die Höhenströmung wie auch am heutigen Freitag.

Auf der Karte sieht man die Windgeschwindigkeit in km/h auf der 300 hPa Druckfläche, welche etwa einer Höhe von 9000 m überm Meer entspricht. Dabei wird hier volle Orkanstärke erreicht und aus Nordwesten werden immer wieder Wolken und auch kühle Luft heran geführt, denn auch in den tieferen Luftschichten herrscht momentan nordwestliche Strömung.

Für sommerliches Wetter muss sich der Jetstream verlagern und vom Atlantik über Schottland bis nach Skandinavien wehen. Dann hätten wir in Deutschland heißes Sommerwetter. Dies ist aber noch nicht absehbar.

Vorteile des Jetstreams gibt es nur in der Luftfahrt. Flugzeuge, die heute beispielsweise von San Francisco nach Frankfurt fliegen, haben ab Island einiges an Rückenwind und können Zeit gut machen. Diese Windgeschwindigkeiten machen dem Flugzeug nichts aus und meist ist es im Kern des Jetstreams auch ruhig. Nur wenn man quer durch den Jetstream durchfliegen muss, wird man einige Turbulenzen spüren. Vor allem an den Rändern des Starkwindfeldes. Jemand der heute von Oslo nach Madrid fliegt, sollte seine Kaffeetasse austrinken, bevor man über dem Emsland ins Starkwindfeld eintritt. Ansonsten läuft man Gefahr, mehr vom Kaffee zu verschütten, als zu trinken… 🙂

Glückauf aus Bochum

Ein Kommentar

  1. Irena Breddin 19. Juni 2015

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