Gewitter- und Unwetterbilanz vom Donnerstag

In höhenkalter Luft war am Donnerstag im Süden Deutschlands einiges los, zahlreiche Gewitter bildeten sich, örtlich mit Hagel und sehr starkem Regen. Örtlich kamen große Niederschlagsmengen zusammen, während es nur wenige Kilometer weiter nahezu trocken blieb.

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Die Bilanz mit den Blitzen vom Donnerstag in Deutschland und Umgebung. Betroffen waren vor allem Bayern und Baden-Württemberg, Südhessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

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Die 24stündigen Regensummen bis Freitag früh, ermittelt aus den Messdaten der Wetterstationen und den Radardaten. Im Norden und Nordosten fiel Dauerregen, der aber keine größeren Schäden anrichtete. Nach Süden hin lagen Orte mit enormen Regenmengen direkt neben trockenen Regionen. Da die Schauer und Gewitter wegen der schwachen Höhenströmung nur langsam bis gar nicht weiterzogen, luden sie örtlich große Niederschlagsmengen ab.

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Das Foto zeigt die Bundesstraße 423 bei Homburg im Saarland, vielen Dank an Daniel Heintz für das Foto. Graupel- und Hagelmassen mussten von der Straße geschoben werden. Auch das folgende Video entstand in diesem Bereich.

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So sah die Gewitterzelle am frühen Donnerstagabend im Bereich Homburg auf dem Radarbild aus.

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Zoomt man in den Landkreis Würzburg, erkennt man bei Roßbrunn Niederschlagsmengen bis über 60 Liter pro Quadratmeter (entspricht mm). Hier gab es unter anderem in Üttingen einige Überschwemmungen.

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Auch im Landkreis Aschaffenburg in Unterfranken fielen stellenweise mehr als 60 Liter pro Quadratmeter, wie man der obigen Niederschlagskarte entnehmen kann. Hier sprang unser Flash-Flood-Tool an und mit dem Radarbild von 14:35 Uhr erfolgte eine Warnung der Stufe rot. Gegen 15 Uhr gingen erste Notrufe bei den Einsatzzentralen der Rettungskräfte ein. Hauptsächlich betroffen waren die Stadt Alzenau, der Markt Mömbris, sowie die Gemeinde Krombach. Die ersten Feuerwehren wurden gegen 15:00 Uhr zu vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen alarmiert.

Auch sonst wurden aus einigen Regionen Überschwemmungen gemeldet, meist aber lokal eng begrenzt. Auswirkungen auf die Pegelstände der größeren Flüsse gab es kaum. Am Freitag sind im äußersten Süden noch kräftigere Schauer oder auch Gewitter möglich, die Wetterlage ist aber nicht vergleichbar mit dem Donnerstag.


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