Erst Abkühlung, nächste Woche neues Hoch?

Die extrem warme Luft aus dem Mittelmeerraum wirkt sich nicht nur tagsüber mit Temperaturen um und über 30 Grad aus, auch die Nächte sind bei uns im Westen teils sehr mild, stellenweise sogar rekordverdächtig.

„In den Tälern und Senken des Berglandes kann die Luft in den klaren Nächten deutlich abkühlen, aber auf den Bergen und auch dort, wo der Wind vom Bergland ins Tal gelangt und hier als Föhn weht, sind die Nächte ungewöhnlich mild“, sagt Thomas Sävert vom Wetterdienst Kachelmannwetter. Dies zeigt auch die Karte mit den Tiefsttemperaturen am Mittwochmorgen. „An einzelnen Orten wurden sogar die Rekorde gebrochen und es war die bisher wärmste Septembernacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“, stellt Sävert weiter fest. In Lüdenscheid im Sauerland lag der Tiefstwert in der vergangen Nacht bei 17,3 Grad. Der alte Rekord lag bei 17,0, wobei an der Station aber erst seit 1994 gemessen wird. Auf dem Kahlen Asten wurde der erst gestern aufgestellte Rekord mit der wärmsten Septembernacht seit Beginn der Messungen im Jahre 1955 heute früh nur knapp verfehlt.

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Wie geht es nun weiter mit dem ungewöhnlichen Sommerwetter mitten im September? Laut Sävert ist bald Schluss damit. „heute bleibt es noch so sonnig und auch am morgigen Donnerstag sieht es noch recht sommerlich aus, dann kommt aber der Wetterumschwung“, so Sävert weiter. Am Freitag und Samstag erwartet uns wechselhaftes und deutlich kühleres Wetter, selbst in tiefen Lagen geht es nur noch wenig über die 20-Grad-Marke. Wars das nun mit dem Sommer? „Nein, nicht unbedingt. Schon in der nächsten Woche könnte sich ein neues Hoch durchsetzen, dann wird’s aber nicht mehr so heiß“, wie auch der 10-Tage-Trend am Beispiel Essen zeigt. Noch ist dies aber sehr unsicher.

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