Zyklon VARDAH trifft Montag auf Indien

Der Tropische Sturm VARDAH wird vor der Ostküste Indiens immer stärker, die mittleren Windgeschwindigkeiten reichen inzwischen bis etwa 110 km/h mit noch wesentlich stärkeren Böen. Zeitweise deutet sich im Zentrum des Sturms bereits ein Auge an und Vardah wird zu einem gefährlichen Zyklon, der am Montag auf die ostindische Küste trifft. Hier drohen neben dem Wind bis Orkanstärke vor allem eine Sturmflut mit meterhohen Wellen und heftige Regenfälle mit der Gefahr von größere Überschwemmungen. Die ersten Ausläufer des Sturms treffen bereits am Sonntag auf die Küste. Die Bildung eines gefährlichen Zyklons im Golf von Bengalen zeichnete sich schon vor einer Woche ab.

Update 10.12., 14:30 Uhr: Inzwischen reichen die mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 120 km/h, was einem Hurrikan der Kategorie 1 auf dem Atlantik entspricht. Weitere Verstärkung wird erwartet.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den kompakten Sturm mehrere Hundert Kilometer östlich von Chennai an der Ostküste Indiens. Der Sturm zieht weiter nach Westen in Richtung Küste.

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Die Karte aus dem globalen US-Modell zeigt den Zyklon „Vardah“ in der Nacht zum Montag mitteleuropäischer Zeit dicht vor der indischen Ostküste. Nach diesem Modell soll der Zyklon nahe der Millionenstadt Chennai, der sechstgrößten Stadt Indiens, auf Land treffen. Andere Modelle sehen den Sturm etwas nördlicher und schwächer. Ruft man die Karte auf, kann man im oberen Bildrand zu weiteren Modellen wechseln. Der Kartenausschnitt lässt sich ganz einfach über unsere Rasterkarten im Menü selbst wählen. Die Entwicklung des Sturms kann man sich ansehen, indem man im Menü Stunde für Stunde vor- oder zurückspringt.

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Um das windschwache Auge des Zyklons herum toben Winde bis Orkanstärke, wie die Karte aus dem globalen US-Modell mit den Windböen in der Nacht zum Montag zeigt.

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Wellenhöhen bis etwa 8 Meter werden im Bereich von „Vardah“ erwartet. Neben der üblichen Sturmflut, die vor allem auf der in Zugrichtung rechten Seite des Sturmsystems auftritt, dürften also meterhohe Brecher auf die Küsten treffen.

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Im Bereich tropischer Wirbelstürmen sprengen die Regenmengen oft die Skalen der Modellkarten, teilweise fallen für uns fast unvorstellbare Mengen an einem einzigen Tag. Die Karte aus dem globalen US-Modell zeigt gewaltige Regensummen im Bereich der Zugbahn von Vardah. Von der exakten Zugbahn hängt es ab, wo genau die schlimmsten Überschwemmungen auftreten.

Die tropischen Wirbelstürme im Bereich des Golfs von Bengalen gehören zu den gefährlichsten und tödlichsten der Erde. Sie sind vor allem deshalb so gefährlich, weil sie einen meterhohen Wasserberg vor sich herschieben und besonders im nördlichen Bereich des Golfs von Bengalen eine gewaltige Sturmflut hervorrufen können. Der flache Küstenstreifen im Südosten Indiens sowie das flache Land im Nordosten Indiens und in Bangladesch können bis weit ins Landesinnere überschwemmt werden. Dies war auch bei der bisher schlimmsten Wirbelsturmkatastrophe weltweit der Fall: Im November 1970 kamen durch einen Zyklon in Bangladesch rund 300.00 Menschen ums Leben, einige Quellen sprechen sogar von etwa 500.000 Toten.


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