Wie funktionieren Höhenwetterkarten? Was sind Druckflächen?

Wir alle kennen aus dem Fernsehen die Wetterkarten mit Hochs und Tiefs, Warm- und Kaltfronten und vielen Linien, den Isobaren. Sie verbinden Punkte mit gleichen Luftdruckwerten und machen Hochs und Tiefs erst für uns sichtbar. Wie sieht dies aber in höheren Schichten der Troposphäre aus, wie stellt man die Wetterlage dort da und warum ist dies überhaupt wichtig?

 

Schon Ende des 19. Jahrhundertes wollte man wissen, wie das Wetter in höheren Luftschichten ist. Bemannte Ballonfahrten waren dafür aber nicht geeignet und auch zu teuer. Um Messwerte aus größeren Höhen zu bekommen, ließ man Radiosonden mit Messgeräten aufsteigen. Heutzutage funken diese Messwerte von Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck und Position der Sonde an Bodenstationen. Aus der Änderung der Position kann der Wind ermittelt werden. Dargestellt werden die Messwerte in Höhenwetterkarten. Sie zeigen, wie die Wetterlage in der freien Atmosphäre ist, die auch das Geschehen am Boden wesentlich mit bestimmt.

Anders als in den Bodenwetterkarten werden aber nicht die Druckwerte in einer Höhe (Boden bzw. auf den Boden umgerechnet) dargestellt, sondern die Höhe eines bestimmten Druckwertes. Verbindet man die Punkte gleicher Höhe miteinander, erhält man Isohypsen – Linien gleicher Höhe. Die Höhendarstellung entspricht einer topografischen Karte, auf der höhere Werte einer größeren Höhe eines festen Druckniveaus entsprechen.

 

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Beispiel einer Höhenwetterkarte im 500hPa-Niveau

Betrachtet werden in der Meteorologie vor allem bestimmte Druckflächen, besondere Beachtung findet die Höhenwetterkarte der Druckfläche 500 Hektopascal (hPa). Dieser Wert entspricht in etwa dem halben Wert des Druckwertes am Boden, stellt also das Geschehen mitten in der Troposphäre dar. Die Strömungen in dieser Höhe bestimmen, wie die Druckgebilde am Boden ziehen, diese bewegen sich mit der Höhenströmung. Neben dem 500 hPa-Niveau (etwa 5500 Meter Höhe ) werden vor allem die Druckflächen 850, 700, 300 und 200 hPa betrachtet.

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Beispiel einer Höhenwetterkarte mit Temperaturen im 850hPa-Niveau

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Beispiel einer Höhenwetterkarte mit Windgeschwindigkeiten und Stromlinien im 300hPa-Niveau

Aus dem 850hPa-Niveau (etwa 1500 Meter) kann man auf die Bodentemperaturen schließen, das 700hPa-Niveau (etwa 3km) ist vor allem für die Vorhersage des Windes am Boden bei Sturm- und Gewitterlagen wichtig, 300hPa (etwa 9 km) und 200hPa (etwa 12 km) zeigen den Jetstream an, ein Starkwindband in der oberen Troposphäre.

 

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4 Kommentare

  1. Weber Mike 26. Januar 2016
    • Thomas Sävert 27. Januar 2016
      • Stephan Geisler 20. November 2016
        • Wettervorhersage 21. November 2016

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