Wie es in den Tropen weitergeht

Während die beiden Stürme LEE und MARIA auf den offenen Atlantik hinausziehen und in das Wettergeschehen auf dem Nordatlantik und bald auch in Europa eingreifen, stellt sich die Frage, wie es in den Tropen weitergeht. Ist nun die schlimme Hurrikansaison 2017 schon vorbei? Nein, noch lange nicht. Offiziell läuft die Sturmsaison auf dem Atlantik und auch auf dem Ostpazifik noch bis Ende November. Und bis dahin sind noch einige Stürme möglich. Dabei verlagert sich der Schwerpunkt der Hurrikanentstehung – wie üblich zu dieser Jahreszeit – vom zentralen Atlantik in die Karibik und auf den Golf von Mexiko.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den Sturm MARIA vor der US-Ostküste und weiter draußen auf dem Atlantik den kleinen, aber ausgeprägten Hurrikan LEE mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 175 km/h.

Die Luftdruckverteilung rund um Mittelamerika am kommenden Montag aus dem globalen europäischen Modell. Tiefdruckgebiete entstehen auf dem Ostpazifik sowie im Südteil des Golfs von Mexiko und in der westlichen Karibik. Aus welchem dieser Tiefdruckgebiete schließlich ein Tropensturm entstehen kann, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Es wäre aber eine typische Lage für die Jahreszeit. Weit nach Norden würde ein möglicher Sturm voraussichtlich nicht vorankommen, weil im Norden ein kräftiges Hochdruckgebiet liegt.

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Die Wassertemperaturen am Mittwochnachmittag aus dem globalen europäischen Modell. Mit rund 30 Grad ist das Wasser in der westlichen Karibik immer noch sehr warm. Sollte sich in dieser Region tatsächlich ein Sturm bilden und keine störenden Höhenwinde auftreten, könnte sich ein solcher Sturm über dem warmen Wasser durchaus extrem entwickeln. In der Vergangenheit gab es schon ähnliche Wetterlagen mit extremen Entwicklungen, zum Beispiel mit dem Hurrikan MITCH, der Ende Oktober 1998 in Mittelamerika Tausende Tote forderte. Auch der Rekordhurrikan WILMA mit dem bisher tiefsten Luftdruck von 882 Hektopascal entstand mitten im Oktober in der westlichen Karibik.

Die Gefahr auch starker Hurrikane in der Karibik ist also noch lange nicht gebannt. Allerdings kann niemand sagen, wann und wo genau der nächste Sturm oder Hurrikan auftreten wird. Auch wenn der Schwerpunkt in der späteren Saison sich nach Westen in die westliche Karibik verschiebt, sind auch weiter östlich durchaus noch Stürme möglich.


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4 Kommentare

  1. Hans 27. September 2017
    • Thomas Sävert 27. September 2017
  2. Uwe Ungerer 4. Oktober 2017
    • Wettervorhersage 4. Oktober 2017

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