Wetterchronik 21. November an Rhein und Ruhr

Viele Facetten bietet auch der November in NRW. Von frühlingshaften Temperaturen über eisige Kälte, Sonnenschein, Dauerregen bis hin zu strahlendem Sonnenschein ist alles möglich.

Wir blicken speziell heute mal auf den 21. November. Was wurde uns da beim Wetter in NRW geboten und wo liegen die Rekorde für diesen Tag? Das kann man alles in unserem Archiv nachsehen, wo man sich jeden Tag des Jahres über 100 Jahre zurück in NRW ansehen kann und jegliche Wetterparameter (Höchstwerte, Tiefstwerte, Windböen, Sonnenstunden, Regenmenge, Schneehöhe, u.v.m.) auswählen kann.

Schauen wir uns aber zunächst mal die Höchsttemperaturen an. Hier muss man für die Rekordwerte ins Jahr 2009 zurück. Damals wurden bei uns an Rhein und Ruhr vielfach 15 bis 17 Grad erreicht. Das sind die Rekordwerte für einen 21. November bei uns in NRW. Einige Rekorde im Sauerland und im Rheinland wurden aber auch am 21.11.1981 registriert, wo es ähnlich warm war.

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Es geht aber auch anders an einem 21. November. Dafür müssen wir im Archiv aber 23 Jahre zurück klicken bis zum 21.11.1993. Damals zeigte das Thermometer morgens an Rhein und Ruhr vielfach -5 bis -9 Grad, im Sauerland sogar bis -12 Grad! Auch das sind Rekorde für einen 21. November.

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Regen gibt es ja immer wieder im November. Der letzte richtig nasse 21. November mit rund 10 Litern Regen pro Quadratmeter und mehr ist hingegen schon einige Zeit her. Vor 35 Jahren, am 21.11.1981  regnete es verbreitet recht kräftig. Teilweise kamen im Ruhrgebiet 10 bis 15 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel, im Hochsauerland sogar über 30 l/qm.

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Und da wir ja gestern erst stürmisches Wetter in NRW hatten, stellt sich die Frage, wann es denn das letzte mal ähnlich stürmisch war. Dazu müssen wir gar nicht so weit zurück, nur 8 Jahre bis ins Jahr 2008 zurück. Dabei gab es am Niederrhein und im Ruhrgebiet Sturmböen, in Düsseldorf wurden schwere Sturmböen bis 97 km/h gemessen. Im Norden und Osten NRWs ging es ruhiger zu, doch noch windiger war es im südlichen NRW. Am Köln-Bonner-Flughafen wurden sogar orkanartige Böen bis 108 km/h gemessen.

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Und wie sah es in Sachen Schnee aus? Für das Ruhrgebiet ziemlich mau. Man muss schon bis ins Jahr 1985 zurück um wenigstens eine dünne Schneedecke am 21.11.1985 zu finden. Am Niederrhein lag an diesem Tag aber hingegen so gut wie nix, wie man auch auf der Archiv-Karte sehen kann.

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Im Sauerland und im Bergischen Land war es aber schon öfter weiß. Dazu muss man nur ins Jahr 1999 zurück, denn damals lagen dort am 21. November verbreitet 20 bis 38 cm Schnee, ebenso war die Eifel ordentlich weiß.

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Und wo wir grade bei Schnee sind. „Früher waren alle Weihnachten weiß…“ Wer kennt diese Sprüche nicht von den Eltern oder Großeltern. Aber war das wirklich so? Abgesehen vom Schneechaos-Weihnachten von 2010… wann war es denn davor zu früheren Jahren auch mal richtig flächig weiß morgens an einem 25.12.?  Das Münsterland und Ostwestfalen waren zumindest 2000 weiß zu Weihnachten, nicht aber das Ruhrgebiet. Man muss bis ins Jahr 1986 zurück, als an Rhein und Ruhr zumindest ein paar Zentimeter Schnee lagen. Danach kam dann noch 1981, als es auch weiß war im Ruhrgebiet und am Niederrhein, wie die Karte vom 25.12.1981 auch zeigt. Im Sauerland gab es zu dieser Zeit eine mächtige Schneedecke von teilweise 80 Zentimetern!

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Man kann die Jahre mit den Weihnachtsfeiertagen immer weiter zurück klicken um zu sehen, wann es wirklich weiß war und ob nicht mit den Schneegeschichten geflunkert wurde. Selbst 1940 in den Kriegsjahren war es an Weihnachten weiß, wenn auch damals nur spärlich gemessen wurde.

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Auch Mütter und Väter erzählen ja immer gerne: „Zu deiner Geburt war es soooo kalt… oder auch soooo warm, oder nass, oder windig…. Aber stimmt das? Konnte man ja sonst nur mit Mühe raus finden. Jetzt können wir alle nachsehen, ob es bei unserer Geburt wirklich heiß, kalt oder weiß war. Oder an einem Hochzeitstag. Als Beispiel weiß der Autor des Textes, dass es zu seiner Geburt am 7. April 1969 traumhaftes Frühlingswetter in Bochum gab mit 23 Grad mit 12 Sonnenstunden.

 

Andreas Neuen

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