Weiterhin große Trockenheit besonders im Nordosten

Große Trockenheit hat sich besonders in weiten Teilen des Nordens und Ostens eingestellt. An vielen Orten gab es wochenlang keinen nennenswerten Regen mehr. Betroffen sind ganz besonders Teile von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Hamburg bis hinüber nach Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Aus diesem Grund herrscht vielerorts sehr hohe Waldbrandgefahr.

Niederschlagssummen seit Mai

Unten sehen wir die Niederschlagssummenkarten jeweils für den Mai und den Juni 2018 (bisher). Außer einzelnen Gewittern oder oft nur geringen Mengen, fällt ganz besonders der Nordosten ins Auge, also vor allem die Gebiete zwischen der Nordsee, Ostsee und rüber bis nach Brandenburg und Berlin. Hier war es vielerorts sehr trocken. Einfach auf die Karten klicken für eine bessere Ansicht und für Details bis in die Landkreise und Städte gehen.

Niederschlagssummenkarten Mai 2018 und Juni 2018 (bis 09.06., 5 Uhr)

maijuni

 

Im Folgenden die Hitlisten der Wetterstationen aus ganz Deutschland mit einer Auswahl der trockensten und nassesten Orte. Wegen der teils kräftigen Gewitter sind einzelne Orte natürlich auch extrem „nass“ gewesen.

Auswahl trockenste Orte im Mai 2018

1. Wittenberg 72 m 0.4 mm
2. Groß Lüsewitz 45 m 1.9 mm
3. Boizenburg 18 m 2.1 mm
4. Faßberg 73 m 2.3 mm
5. Sankt Peter-Ording 10 m 2.3 mm
6. Menz 77 m 3.2 mm
7. Laage (Flugplatz) 40 m 3.3 mm
8. Teterow 46 m 3.3 mm
9. Neuruppin 41 m 3.8 mm
10. Bremerhaven 6 m 3.9 mm
11. Hamburg-Neuwiedenthal 1 m 4.0 mm
12. Barth 2 m 4.2 mm
13. Wunstorf 52 m 4.2 mm
14. Genthin 34 m 4.4 mm
15. Hamburg-Fuhlsbüttel 13 m 4.9 mm
16. Rostock-Warnemünde 4 m 5.4 mm
17. Lüchow 18 m 5.6 mm
18. Bremen 3 m 5.6 mm
19. Worpswede-Hüttenbusch 4 m 5.8 mm
20. Putbus 51 m 6.2 mm

Auswahl nasseste Orte im Mai 2018

1. Bad Elster-Sohl 476 m 189.2 mm
2. Lenzkirch-Ruhbühl 818 m 188.3 mm
3. Bad Kohlgrub (Rosshof) 734 m 186.0 mm
4. Neunkirchen-Wellesweiler 293 m 161.9 mm
5. Feldberg/Schwarzwald 1490 m 160.4 mm
6. Birx/Rhön 755 m 157.7 mm
7. Hohenpeißenberg 977 m 154.4 mm
8. Burgwald-Bottendorf 320 m 153.6 mm
9. Oy-Mittelberg-Petersthal 885 m 152.5 mm
10. Saarbrücken-Ensheim 323 m 150.0 mm
11. Zugspitze 2964 m 149.8 mm
12. Neuburg/Kammel-Langenhaslach 488 m 149.1 mm
13. Lahr 155 m 142.6 mm
14. München-Stadt 535 m 141.2 mm
15. Sigmaringen-Laiz 585 m 141.2 mm
16. Plauen 407 m 140.0 mm
17. Rheinfelden 280 m 140.0 mm
18. Oberstdorf 810 m 136.0 mm
19. Memmingen 599 m 134.8 mm
20. Freiburg 260 m 129.7 mm

Auswahl Orte mit 0 mm Niederschlag im Juni (Stand 07.06.2018)

1. Bremen 3 m 0.0 mm
2. Geringswalde-Altgeringswalde 287 m 0.0 mm
3. Chemnitz 357 m 0.0 mm
4. Arkona 42 m 0.0 mm
5. Aue 355 m 0.0 mm
6. Barth 2 m 0.0 mm
7. Kubschütz, Kr. Bautzen 211 m 0.0 mm
8. Berlin-Buch 63 m 0.0 mm
9. Ellwangen-Rindelbach 432 m 0.0 mm
10. Elpersbüttel 2 m 0.0 mm
11. Bad Elster-Sohl 476 m 0.0 mm
12. Boizenburg 18 m 0.0 mm
13. Boltenhagen 2 m 0.0 mm
14. Erfde 10 m 0.0 mm
15. Faßberg 73 m 0.0 mm
16. Gardelegen 47 m 0.0 mm
17. Glücksburg-Meierwik 27 m 0.0 mm
18. Grambek 25 m 0.0 mm
19. Greifswalder Oie 10 m 0.0 mm
20. Groß Lüsewitz 45 m 0.0 mm

Auswahl nasseste Orte im Juni 2018 (Stand 07.06.2018)

1. Feldberg/Schwarzwald 1490 m 110.1 mm
2. Neuburg/Donau (Flugplatz) 380 m 72.5 mm
3. Merklingen 700 m 65.9 mm
4. Berlin-Schönefeld 46 m 64.5 mm
5. Meppen 19 m 64.3 mm
6. Bochum 81 m 62.9 mm
7. Stuttgart (Schnarrenberg) 315 m 61.2 mm
8. Frankfurt/Main-Westend 107 m 60.0 mm
9. Freudenstadt 797 m 59.9 mm
10. Müllheim 408 m 55.6 mm
11. Nörvenich (Flugplatz) 111 m 54.5 mm
12. Stuttgart-Echterdingen 405 m 51.2 mm
13. Wuppertal-Buchenhofen 160 m 50.7 mm
14. Mühldorf 405 m 48.7 mm
15. Deutschneudorf-Brüderwiese 688 m 46.2 mm
16. Remscheid-Lennep 310 m 46.0 mm
17. Seesen 200 m 44.2 mm
18. Großerlach-Mannenweiler 523 m 43.9 mm
19. Metzingen 350 m 43.3 mm
20. Borken in Westfalen 46 m 42.0 mm

Aussichten – kein flächiger Landregen im Norden/Nordosten

Die Niederschlagssummenkarten bis 16.06.2018 aus zwei verschiedenen Wettermodellen im Vergleich, zeigen weiterhin nach Norden, Osten und Nordosten eher dürftige Signale. Dabei muss man bedenken, dass diese Modelle keine Konvektion (einzelne Schauer/Gewitter) auflösen können. Das bedeutet, dass eng begrenzt mehr Niederschlag fällt in lokalen Gewittern, auf die Fläche sogar oft weniger. Sprich die Unterschiede werden größer sein, als die Karten vermuten lassen. Die aktuellsten Berechnungen unter folgenden Links:

de_model-de-310-1_modusa_2018060818_192_2_157

 



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5 Kommentare

  1. Andreas L. 9. Juni 2018
  2. Edgar.B 9. Juni 2018
    • Fabian 9. Juni 2018
    • Uhu-Kuckuck 9. Juni 2018
  3. waldgängerin 11. Juni 2018

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