Weiter Trockenheit und Niedrigwasser im Südwesten

Die Trockenheit der vergangenen Monate setzt sich mit leichten Einschränkungen fort. Größere Regenmengen fallen nur sporadisch und auch die Niederschläge vom vergangenen Wochenende und zu Beginn dieser Woche haben die Flusspegel des Rheins und seiner Nebenflüsse nur vorübergehend ansteigen lassen. Und auch in nächster Zeit ist zwar eher wechselhaftes Wetter zu erwarten, aber ohne größere Regenmengen. Damit bleiben die Pegelstände vor allem des Rhein auf einem für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Niveau.

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Die Karte zeigt die Regensummen der vergangenen 48 Stunden. Nur noch sporadisch ist Regen gefallen, lediglich im Schwarzwald und am Alpenrand kamen mehr als 2 Liter pro Quadratmeter zusammen. Für Details einfach in die Bundesländer und Kreise zoomen.

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Schaut man sich die vergangenen 30 Tage an, sieht man ein großes Regendefizit vor allem im Bereich Rheinland-Pfalz – Saarland, aber im weiteren Einzugsgebiet des Rheins sind höchstens im Hochschwarzwald rund 40 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen.

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Auch die Regenmengen seit Jahresbeginn liegen zum Teil deutlich unter den für die Jahreszeit üblichen Summen. Besonders trocken ist es bislang in Rheinland-Pfalz sowie in Teilen Hessens und im Windschatten einzelner Mittelgebirge wie Harz und Thüringer Wald. Dies sind die 5 bisher trockensten Orte dieses Jahres:

  1. Worms                   59,3 Liter/qm
  2. Bad Dürkheim     66,8 Liter/qm
  3. Alzey                      69,7 Liter/qm
  4. Quedlinburg         77,9 Liter/qm
  5. Reimlingen           79,3 Liter/qm

In Worms fallen im langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010 in den ersten vier Monaten des Jahres 151 Liter pro Quadratmeter, davon sind bisher erst gut 39 Prozent gefallen. Bis zum Monatsende ist es zwar noch etwas hin, aber allzu große Mengen werden nicht mehr erwartet. Das große Defizit kann damit kaum ausgeglichen werden.

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Die Karte mit den erwarteten Regensummen bis zum kommenden Dienstag zeigt von der Eifel bis zum Harz größere Regenmengen. Dagegen ist im Südwesten Deutschlands zunächst kaum Regen zu erwarten. Gerade die Region zwischen Worms und Karlsruhe bekommt so gut wie nichts davon ab.

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Die Regensummen bis zum 29. April aus dem globalen US-Modell zeigen nur gebietsweise nennenswerte Mengen, lediglich im Hochschwarzwald sollen mehr als 50 Liter pro Quadratmeter fallen. Dies reicht nicht aus, um das Regendefizit auszugleichen, das schon seit dem August 2016 herrscht. Dadurch wurden seit dem Herbst immer wieder extrem niedrige Wasserstände in zahlreichen Flüsse registriert.

Rheinufer in Linz am Mittelrhein, Foto: Reinhold Reitz


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