Weiter ergiebiger Dauerregen

Das Randtief „Oscar“ zieht am heutigen Montagabend und in der Nacht zum Dienstag über Deutschland hinweg nach Osten. Es liegt mit seinem Zentrum am Abend über Niedersachsen, in den Frühstunden bereits über Polen. An seinem Südrand treten erneut Sturmböen auf, im Bergland auch schwere Sturmböen. Verbreitet fällt länger anhaltender und zum Teil ergiebiger Regen.

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Unser hochauflösendes Modell rechnet bis zum Dienstagmittag vor allem in den Staulagen der Bergländer größere Regenmengen. Die Karte des HD-Modells ist zoombar bis in jeden Landkreis. In Nordrhein-Westfalen fallen demnach meist 20 bis 30 Liter auf den Quadratmeter, in den Staulagen von Eifel und Sauerland auch um 40 Liter. Zusammen mit den bereits in der vergangenen Nacht gefallenen Mengen kommen Regensummen bis zu 60 Liter und etwas darüber zusammen.

Auch im Stau anderer Mittelgebirge fallen größere Mengen. Bis zum Dienstagmittag sind in den meisten Mittelgebirgen Regensummen von 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter zu erwarten, in Staulagen des Schwarzwaldes auch bis etwa 80 Liter.

Mit den Regenfällen steigen nun die Wasserstände der Flüsse und Seen nach dem monatelangen Niedrigwasser wieder deutlich an. An Bächen und kleinen Flüssen besteht gebietsweise Hochwassergefahr. Die Ruhr in NRW ist am Pegel in Hattingen seit Sonntagmittag schon um mehr als 2 Meter angestiegen und dürfte noch um einiges weiter steigen. Speziell in Unterfranken, im Bergischen Land und Sauerland gibt es Überflutungen an den Ufern der Flüsse und Bäche.

Gut sind die derzeit noch niedrigen Füllstände in den Talsperren und Wasserspeichern. Sie können noch viel Wasser aufnehmen. Der Wasserstand des Ederstausees steigt derzeit um 40 bis 60 Zentimeter pro Tag an bei einem Füllstand von erst gut 30 Prozent. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 7 Millionen Kubikmetern Wasser pro Tag. Elbe, Oder, Main und Donau sind derzeit stabil, doch auch hier fehlt noch eine Menge Wasser; in den kommenden Tagen sind aber deutliche Anstiege zu erwarten. Nicht so rosig sieht es dagegen für die Hoch- und Oberrheinstrecke aus. Die Niederschläge bleiben zu gering und das Thema Niedrigwasser ist hier noch nicht vom Tisch.

 

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Ein Kommentar

  1. Norbert Fritzsche 30. November 2015

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