Vor 9 Jahren: Schnee und unter -20 Grad selbst in NRW

Vor genau 9 Jahren kam es Anfang Januar zu kräftigen Schneefällen in Teilen Deutschlands. Anschließend gab es klirrend kalte Nächte, wo die Temperaturen sogar im Ruhrgebiet auf um die -20 Grad zurückgingen. In Sachsen war es noch eisiger mit Tiefstwerten unter -25 Grad.

Ein Schneefallgebiet sorgte am 04. Januar 2009 bis in die Frühstunden des 05. Januar für größere Neuschneemengen besonders von Brandenburg und Sachsen bis nach NRW. Die Karte unten zeigt die Schneehöhen gemessen am Morgen des 05. Januar. Wenn wir diese mit den Schneehöhen hier vom 04. Januar morgens vergleichen, wird der Neuschnee gut sichtbar. Beispielsweise im Großteil der Tieflagen von NRW lag zuvor nicht 1 cm Schnee.

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Hoch sorgte für trockene Kaltluft und eisige Nächte

Anschließend legte sich ein Hochdruckgebiet über Deutschland und sorgte vor allem in dem Streifen, der den satten Neuschnee bekam, für eisige Nächte und am 06. Januar für viel Sonnenschein mit der perfekten Winterkulisse. Zunächst sehen wir die Tageshöchstwerte am Tag nach den Schneefällen, also am 06. Januar. Verbreitet herrschte Dauerfrost, sodass der Schnee natürlich erhalten blieb. Von Thüringen bis nach Sachsen und zur Niederlausitz hin gab es sogar strengen Dauerfrost mit Höchstwerten nicht über -10 Grad!

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Es folgten dann am 07. und am 08. Januar eisige Nächte. Die Bedingungen waren mit einer frischen Schneedecke, kaum Wind und klarem Himmel sowie trockener, kontinentaler Kaltluft aus Osten ideal. So wurden selbst im Ruhrgebiet, wie beispielsweise in Bochum und Duisburg knapp -20 Grad gemessen. In Lippstadt war es sogar seit Messbeginn 1980 noch nie im Januar so kalt – bis heute steht der Rekord für Januar bei den -26,5 Grad dort.

Noch kälter wurde es in Sachsen mit knapp -28 Grad in Dippoldiswalde-Reinberg. Auch in Dresden wurden -20 Grad unterschritten mit einem Tiefstwerte von -22.6 in Dresden-Hosterwitz.  In Berlin ging es bis auf -19 Grad runter, am Stadtrand auf unter -20 Grad, wie mit knapp -21 Grad am Flughafen Schönefeld. Im Folgenden sind die Karten mit den Tiefstwerten zu sehen und eine Hitliste mit den kältesten Orten jeweils darunter.

Tagestiefsttemperatur 06.01.2009

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-27.7 Dippoldiswalde-Reinberg
-27.5 Sohland/Spree
-26.8 Starkenberg-Tegkwitz
-26.6 Klitzschen bei Torgau
-26.5 Köthen (Anhalt)
-26.2 Oschatz
-25.1 Lübben-Blumenfelde
-24.9 Langenlipsdorf
-24.8 Garsebach bei Meißen
-24.6 Bertsdorf-Hörnitz
-24.2 Doberlug-Kirchhain
-24.2 Lippstadt-Bökenförde
-24.2 Waltrop-Abdinghof
-24.1 Baruth
-23.6 Eslohe
-23.4 Arnsberg-Neheim
-23.0 Göttingen
-23.0 Halle-Kröllwitz
-23.0 Bad Lippspringe

Tagestiefsttemperatur 07.01.2009

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-26.8 Dippoldiswalde-Reinberg
-26.5 Lippstadt-Bökenförde
-26.3 Köthen (Anhalt)
-26.2 Starkenberg-Tegkwitz
-26.1 Baruth
-25.9 Langenlipsdorf
-25.2 Garsebach bei Meißen
-25.0 Sohland/Spree
-24.9 Eslohe
-24.5 Klitzschen bei Torgau
-24.3 Bertsdorf-Hörnitz
-24.3 Waltrop-Abdinghof
-24.1 Göttingen
-23.9 Fulda-Horas
-23.6 Moorgrund Gräfen-Nitzendorf
-23.4 Oschatz
-23.3 Doberlug-Kirchhain
-23.2 Halle-Kröllwitz
-23.2 Krölpa-Rockendorf
-23.1 Arnsberg-Neheim
-23.1 Kubschütz, Kr. Bautzen
-23.0 Runkel-Ennerich
-22.9 Deutschneudorf-Brüderwiese
-22.6 Dresden-Hosterwitz
-22.6 Gilserberg-Moischeid
-22.5 Lübben-Blumenfelde

Für die meisten Orte waren das aber keine Rekorde, wenn auch in den genannten Regionen außergewöhnlich kalt. In NRW stammen die Januarrekorde der langjährigen Messreihen fast alle vom 27. Januar 1942. Damals wurden selbst in Köln -25 und in Münster sogar knapp -30 Grad gemessen! –> 27.01.1942 im Archiv

In Sachsen war es im Januar 1987 meist noch kälter mit sogar -27 Grad in Dresden-Hosterwitz. In Berlin dürfte einer der kältesten Januarnächte ebenfalls 1987 gewesen sein. Damals wurden am Flughafen Schönefeld sogar -25,3 Grad gemessen.

 

Die folgenden Bilder wurden am 06. und 08. Januar 2009 in Bochum aufgenommen.

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In diesem Video aus Xanten (NRW) sieht man ebenfalls, wie strahlend blau der Himmel war in der eisigen Luft.

 



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2 Kommentare

  1. Stefan Hartewig 5. Januar 2018
  2. Friedel Steinmueller 5. Januar 2018

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