Vier Tage Luftfrost am Stück im Juli – Extremstandort Marienberg-Kühnhaide

Marienberg-Kühnhaide gilt als kältester bewohnter Ort in Deutschland. Er liegt im Erzgebirge im Schwarzwassertal, welches sich dort stark verengt und von Bergen umgeben ist. Auf einer Höhe von 710 bis 750 Meter ü. NN sammelt sich in klaren und windstillen Nächten mit trockener Luft die Kaltluft, es kühlt sich sehr stark ab. So kommt es in den Wintermonaten nicht selten zu Tiefstwerten unter -30 Grad und selbst in den Sommermonaten Juni bis August ist Luftfrost nicht ungewöhnlich.

In den Nächten vom 01. Juli bis 04. Juli 2018 gab es nun vier Tage mit Luftfrost am Stück. In der Nacht zum 02. Juli wurde an unserer Wetterstation dort sogar ein Tiefstwert in 2 Meter Höhe von -3,9 Grad gemessen! Zusätzlich werden noch die Temperaturen in 5 cm Höhe über dem Erdboden gemessen, wo es sich in klaren Nächten noch stärker abkühlt. Hier gab es sogar einen Tiefstwert von -7,1 Grad.

Tiefstwerte Sachsen in 2 Meter Höhe, gemessen in der Nacht zum 01. Juli, 2. Juli, 3. Juli und 4. Juli.

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Viele Frostschäden im Ort

Hobby-Meteorologe Peter Weiße berichtet von vor Ort und beschreibt die Frostperiode in den vergangenen Tagen als den “ heftigsten Frosteinbruch in den letzten 20 Jahren“, natürlich bezogen auf den Hochsommer. Er schreibt:

Das war mit der heftigste Frosteinbruch in den letzten 20 Jahren. Im Ort sind überall
(sogar auf den Höhen und nicht nur in den Niederungen) frostempfindliche Blumen (Begonien,
Astern, Dahlien, aber auch Zitronenmelisse und Kartoffeln usw.) erfroren bzw. frostgeschädigt.
Falls der übliche Augustfrost ordentlich zuschlägt, war es das mit den Blumen für dieses Jahr.
Aber wir sind das gewohnt.

Er hat uns auch noch Bilder geschickt von den erfrorenen Pflanzen. Vielen Dank dafür!

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5 Kommentare

  1. Claudia 5. Juli 2018
    • Fabian 5. Juli 2018
  2. Michael Steiger 7. Juli 2018
    • Fabian 8. Juli 2018
    • Fabian 8. Juli 2018

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