Verifikation Gewitterlage am 10.04.2018 – Super HD Modell schneidet erneut gut ab

Kräftige Gewitter zogen am Dienstag den 10.04.2018 durch einige Teile Deutschlands, wobei besonders am Abend ein Streifen in Nordrhein-Westfalen betroffen war. Wir schauen uns im Folgenden die Prognosen im Vorfeld der Gewitterlage von vier verschiedenen Wettermodellen an. Zuvor muss betont werden, dass die exakte Berechnung immer sehr begrenzt auftretender, starker Gewitterzellen auch für hoch aufgelöste Wettermodelle kaum möglich ist. Da die Auflösung der Wettermodelle aber immer besser wird, ist heutzutage schon viel möglich und nicht selten kommen die Prognosen im Vorfeld sehr nah an die Realität heran.

Wir sehen in den folgenden Grafiken jeweils:

Zu beachten ist die unterschiedliche Legende von der Niederschlagssummenkarte zu den Modellprognosekarten!

12z Modelllauf vom 09.04.2018

veri_0904_12z

 

18z Modelllauf vom 09.04.2018

veri_0904_18z

 

00z Modelllauf vom 10.04.2018

veri_1004_00z

 

06z Modelllauf vom 10.04.2018

veri_1004_06z

 

12z Modelllauf vom 10.04.2018

veri_1004_12z

 

Sie können sich jetzt durch den Vergleich in den oben aufgeführten Grafiken selbst ein Bild machen und vergleichen, welches Wettermodell im Großen und Ganzen am besten abgeschnitten hat. Dabei darf man nicht auf einen einzelnen Ort schauen, sondern es geht um die regionale, beste Erfassung der Schwerpunkte der stärksten Niederschlagsaktivität und damit der aufgetreten Gewitter.

Fassen wir die Auswertung zusammen: Insgesamt hatten alle hoch aufgelösten Wettermodelle die Schwerpunkte ganz gut erkannt, wobei es doch deutliche Unterschiede gibt. Während das GBR Modell und auch das Rapid Update HD Modell in Nordrhein-Westfalen den Schwerpunkt lange deutlich zu südlich berechneten, lag das Super HD Modell durchgehend in allen Modellläufen schon konstant nördlicher beziehungsweise nordöstlicher. Es hat insgesamt den Schwerpunkt etwas zu weit nordöstlich in NRW berechnet, lag aber im Vergleich zu den deutlich südwestlichen Rechnungen des GBR und Rapid Update HD eindeutig besser.

Erst als die Lage immer näher rückte, lag das Rapid Update HD Modell im 12z Lauf vom 10.04.2018 schon sehr nah an der Realität, allerdings auch nur bei dem Streifen in NRW, in Hessen fehlten die Niederschläge nahezu komplett. Hier hat das Rapid HD Modell im Bereich der kürzestfrist beziehungsweise im Nowcast (wenn es nur noch wenige Stunden bis zum Ereignis sind) einen entscheidenden Vorteil: Es wird alle 3 Stunden nur für wenige Stunden in die Zukunft berechnet und ist damit auch schnell verfügbar. Zudem fließen dann in die Berechnung frische aktuelle (Radar)Daten ein, sodass die Ausgangssituation sehr gut erfasst werden kann. Wir sollten also festhalten, dass gerade im Nowcast das Rapid Update HD Modell auch sehr gute Ergebnisse liefern kann.

Generell hatten alle Modelle Probleme mit der verstreuten Konvektion (Schauer/Gewitter) im Süden Deutschlands. Hier wurden die Schwerpunkte von Modell zu Modell und von Lauf zu Lauf unterschiedlich gesetzt.



Haben Sie sich schon auf unsere Webseite kachelmannwetter.com umgeschaut? Wir haben zahlreiche Vorhersagetools, wie die Vorhersage Kompakt Super HD, den XL Trend und Ensemble Vorhersagen für jeden Ort.
Neben unseren weltweiten Messwerten mit umfangreichem Archiv, weltweiten Satellitenbildern und der weltweiten Blitzortung finden Sie neben dem HD Regenradar zahlreiche weitere von uns entwickelte Radartools, wie beispielsweise das Stormtracking für Gewitter oder unser Sturzflut-Tool!
Außerdem gibt es ein umfangreiches Angebot an Modellkarten, wie für Mitteleuropa und andere Teile der Welt das hauseigene Super HD Modell mit 1×1 km Auflösung und das europäische Modell ECMWF mit unzähligen Vorhersagekarten für die ganze Welt.

8 Kommentare

  1. Hans 11. April 2018
  2. Friedel Steinmueller 11. April 2018
  3. Tobi 11. April 2018
    • Fabian 11. April 2018
      • Thomas Leis 11. April 2018
        • Fabian 11. April 2018
          • Thomas Leis 11. April 2018

Kommentieren