Update zur Gewitter- und Tornadogefahr

Nach dem neuesten Stand der Wettermodelle sieht es danach aus, dass am heutigen Sonntag vor allem der Nordwesten und Westen von Schleswig-Holstein bis nach NRW von örtlich kräftigen Gewittern betroffen sein können. Einzelne Gewitter sind auch in einem Streifen von der Lüneburger Heide über den Harz und Osthessen bis nach Baden-Württemberg möglich. Der Osten und Südosten Deutschlands bleiben heute ganz außen vor. Am morgigen Montag ist die Osthälfte dran.

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Update 22.05.2016, 17 Uhr: Die neu berechnete Karte aus dem SuperHD-Modell zeigt weniger Gewitteraktivität am heutigen Sonntagabend, es bleibt aber bei dem Potenzial im Nordwesten und auch im Südwesten:

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Die Karten aus dem hoch aufgelöstem SuperHD-Modell zeigen, in welchen Regionen heute (Karte oben) und am morgigen Montag (Karte unten) Gewitter möglich sind, man erkennt sie an der violetten Farbe. Einfach mal Stunde für Stunde durchklicken.

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In einigen Medien ist davon die Rede, dass heute Tornadogefahr besteht. Ja, tatsächlich sind die Bedingungen zur Bildung vereinzelter Tornados heute günstiger als sonst, aber dies gilt wirklich nur ganz vereinzelt, wenn ein stärkeres Gewitter aufzieht. Vor allem im Nordwesten von Schleswig-Holstein über das westliche Niedersachsen bis nach Westfalen weht stärkerer Höhenwind, die Windunterschiede zwischen unten und oben sind recht hoch, man spricht auch von Windscherung. Warnen vor Tornados kann man aber nur sehr kurzfristig. Am morgigen Montag ist die Tornadogefahr bei der möglichen Gewitterlage in der Osthälfte nur leicht erhöht. Die Wahrscheinlichkeit, direkt von einem Tornado getroffen zu werden ist aber sehr gering, auch wenn Tornados bei uns genauso stark sein können wie in den USA. Falls man doch mal einen Tornado erblicken sollte, dann am besten in einen möglichst fensterlosen Raum oder in den Keller, denn umher fliegende Gegenstände stellen bei einem Tornado die größte Gefahr dar. Grund für Panik besteht nicht.

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Etwa 30 bis 60 Tornados werden in jedem Jahr in Deutschland registriert, dazu kommen zahlreiche ungeklärte Verdachtsfälle. Dabei können sie hier genauso stark sein wie in den USA, selbst tonnenschwere Mähdrescher wurden in Deutschland schon mal durch die Luft gewirbelt. Panik vor Tornados braucht man deswegen aber nicht zu haben, die Wahrscheinlichkeit direkt von einem starken Tornado getroffen zu werden, ist sehr gering. Falls Sie doch mal einen Tornado erblicken, hier erklärt Rebekka, was man machen sollte: Wie verhalte ich mich, wenn ein Tornado in Sicht ist?


 

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