Update zum Sturm MEKUNU vor Jemen/Oman

Wie schon angekündigt verstärkt sich auf dem Arabischen Meer der Tropensturm MEKUNU, der inzwischen nach Satellitenbildanalysen mittlere Windgeschwindigkeiten bis etwa 110 km/h mit noch deutlich stärkeren Böen aufweist. Und er wird immer stärker. Die aktuellsten Satellitenbilder zeigen im Zentrum des Sturms sogar ein Auge, was auf eine noch höhere Intensität hindeutet. Als starker Zyklon kann der Sturm zum Wochenende auf die Arabische Halbinsel treffen, wahrscheinlich im Grenzbereich der beiden Staaten Jemen und Oman.

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Das HD-Satellitenbild vom Mittwochvormittag zeigt den Sturm südöstlich bis östlich der zu Jemen gehörenden Insel Socotra mit einem deutlich sichtbaren Auge.

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Die Ensemblekarten zeigen die weitere Zugbahn von MEKUNU. Für die Ensemblekarten wird der Ausgangszustand immer wieder leicht verändert und die Zugbahn jeweils neu berechnet. So erhält man viele verschiedene Ergebnisse. Liegen diese nah beieinander, ist die Vorhersage recht sicher. In diesem Fall liegen die Berechnungen noch recht weit auseinander und es gibt noch größere Unsicherheiten bei der Berechnung der genauen Zugbahn.

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Die Karte aus dem globalen europäischen Modell zeigt die erwarteten Windgeschwindigkeiten am Freitag, bis zu 230 km/h werden berechnet, kurz bevor der Zyklon auf Land trifft. Andere Modelle weichen aber noch deutlich davon ab, zum Modellvergleich einfach am oberen Kartenrand zu den anderen Modellen wechseln. Neben den hohen Windgeschwindigkeiten werden enorme Regenmengen erwartet, die zu erheblichen Überschwemmungen führen können.

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Dazu kommen noch meterhohe Wellen, die auf die Küste treffen werden. Die Karte zeigt die signifikante Wellenhöhe am Freitagmorgen mit bis zu 10 Meter hohen Wellen. Unter der signifikanten Wellenhöhe versteht man das Mittel des höchsten Drittels der Wellen. Einzelwellen können also noch deutlich höher sein.



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Ein Kommentar

  1. Saphia Weber 24. Mai 2018

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