Trotz Regen und Schauern weiter sinkende Flusspegel

Die gestern aufgetretenen Regenfälle in den Einzugsgebieten von Mosel, Saar und Sauer waren zwar flächendeckend, aber nur wenig ergiebig. Sie haben sich gar nicht in den Pegelständen bemerkbar gemacht.
Mosel und Saar führen nur sehr geringe Abflussmengen, die Pegelstände sind teilweise bereits unter die Marke von 2,20 Metern gefallen. Dies tun sie in der Regel nur selten, und wir befinden uns ja auch erst noch in der Halbzeit des Sommers. Die Abflussmengen dürften ähnlich tief sein, wie im Trockenjahr 1976.
An der Sauer bei Bollendorf beträgt der Pegelwert nur noch 0,59 m.
Der niedrigste gemessene Wert liegt hier bei 0,32 m am 23.08.1876 bzw. 0,39 m vom 9.08.1975
Es stehen zwar in den kommenden Tagen hin und wieder schauerartige Regenfälle an, doch diese werden von der Vegetation sofort aufgebraucht. Benötigt würde ein Landregen von mindestens 50 bis 80 Liter Regen auf den Quadratmeter binnen einer Woche. Aber dieser ist nicht in Sicht.
In Saarbrücken sind in diesem Juli bisher nur 1 % des Monatssoll gefallen; spärliche 0,7 l/m²-
Ähnlich in Trier 3 l/m² bzw, magere 4 % des Monatssolls zu Buche.
Schon in Juni sind im Einzugsgebiet der Mosel und der Saar im Schnitt unter 50 % der normalen Regenmenge registriert worden. Hierbei muss man die sonnigen und heißen Tage besonders berücksichtigen, da die Verdunstungsrate sehr hoch lag. Abgesehen davon entzieht zum Beispiel eine einzige ausgewachsene Buche dem Boden an einem heißen sonnigen Sommertag mehr als hundert Liter Wasser täglich.
Auch mit dem Rheinwasserstand geht es stetig bergab. Es werden zwar noch keine kritischen Werte für die Schifffahrt erreicht, doch ist die Entwicklung bemerkenswert. Nach sehr hohen Regensummen im Mai und Anfang Juni im schweizerischen Einzugsgebiet des Rheins, sinken die Pegelstände nun auch am Hochrhein deutlich ab. Am Pegel Hauenstein kratzt man bereits an Rekordmarken für diese Jahreszeit. Dies lässt für die Mittel- und Niederrheinstrecke für die kommenden Wochen nichts Gutes befürchten. Es sei denn, es kommt zu einem Wetterumschwung mit flächigen, ergiebigen Regenfällen.
Nach den Wettermodellen her zu urteilen tendiert die Großwetterlage eher zu einer kühleren Nordwestwetterlage mit geringen Regenfällen im Einzugsgebiet des Rheins.
(Foto: rpo, Aaron Clamann)

2 Kommentare

  1. Jogi 19. Juli 2015
  2. Andreas 20. Juli 2015

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