Sturmgefahr in Südostbayern

Heute bauen sich in Süddeutschland noch einmal größere Temperaturunterschiede auf. Eine Kaltfront liegt derzeit über Baden-Württemberg und kommt zunächst nur langsam ostwärts voran. Vorderseitig ist es derzeit oft noch leicht bewölkt oder wolkenlos und in der sehr warmen Luftmasse steigen die Temperaturen deutlich an.

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Da sich große Temperaturunterschiede aufbauen, stellen sich auch größere Luftdruckunterschiede ein. Diese wollen bekanntlich ausgeglichen werden und es bildet sich einfach gesagt eine „Sturmfront“ aus, auch Druckwelle genannt. Dies ist in Süd- und Südostbayern ein nicht selten beobachtetes Phänomen. Gerade bei der aktuellen Föhnlage, kann es sich im Vorfeld einer Front noch einmal stark aufheizen. Mit Durchgang der Druckwelle, die rasch der eigentlichen Kaltfront vorauseilt,  dreht der Wind von anfangs Südost bis Süd plötzlich auf West. Tückisch ist, dass es häufig ohne Niederschlag einhergeht und der Himmel oft leicht bewölkt oder wolkenlos ist. Man sieht also nicht anhand von dunklen, bedrohlichen Wolken den Sturm kommen.

Es sind Sturmböen von 70 bis 85 km/h, auf den Bergen auch orkanartige Böen über 105 km/h möglich. Das britische Wettermodell geht sogar von Böen bis 100 km/h in Südostbayern aus. Wie stark also genau der Sturm wird, lässt sich nicht exakt abschätzen. Es können zumindest örtlich große Äste abreißen und Bäume entwurzelt werden. Auch besteht große Gefahr für kleine Boote auf den Seen. Als Beispiel hier die XL Vorhersage für die Windböen in Altötting. Für jeden weiteren Ort finden Sie ebenfalls bei uns eine XL Vorhersage.

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Britische Wettermodell mit Windböen für zwei Termine, 17 und 19 Uhr heute

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