Staub reloaded – aber wir merken davon nur wenig

Durch das Tief vor der portugiesischen Küste dreht die Strömung wieder kurzzeitig auf Süd und der einst in der Sahara aufgewirbelte Staub macht sich wieder auf den Weg nach West- und Mitteleuropa.

Faktisch ist bereits am Donnerstag ein ganz klein wenig Staub über Frankreich und Teilen Deutschlands, aber viel zu wenig, um Einfluss aufs Wetter nehmen zu können. Am Freitag ist dann der mutmaßliche Höhepunkt – und genau dann sollen auch die Cirren des o.g. Tiefs Deutschland überziehen. Diese Cirren, also die hohen dünnen Schleier- und Federwolken, sind vorprogrammiert, unabhängig vom Staub. Aber der Staub kann die Cirren dichter machen.

Die Modelle der Staubvorhersage sind sich noch nicht so ganz einig. Wir schauen uns die Vorhersagen der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) und der Universität Athen für Freitagmorgen (22.04.) an. Die WMO berechnet das ganze eher zurückhaltend; nach den Ergebnissen aus Athen hätten wir aber schon sichtbare Effekte.

Der betrachtete Parameter ist die AOD – Aerosol Optical Depth – optische Staubdichte:

Universität Athen

Universität Athen

 

WMO

WMO

Wir stellen also fest: Hauptschwerpunkt wird zwischen Donnerstagabend und Freitagmittag sein – wenn überhaupt, denn die WMO macht ja nur ganz geringe AODs von maximal 0,2 rein, Athen bis zu 0,6.

Wie eingangs erwähnt, kann der Staub die „normalen “ Wolken am Himmel dichter machen. Das hat natürlich zur Folge, dass es nicht so sonnig wird, wie es noch hätte sein können, da die Schleierwolken eben nicht mehr schön dünn und sonnendurchlässig sind, sondern eben dichter. Auch ohne Wolken hat der Staub einen kleinen Einfluss: Genau dafür gibt es den Parameter der optischen Staubdichte (AOD), um feststellen zu können, wie viele Sonnenstrahlen noch durch die Atmosphäre durchkommen und dementsprechend wie warm es an dem Tag werden kann. Sollte es tatsächlich zu AODs über 0,5 kommen, merkt man das schon. Es bliebe 1 bis 3 Grad kühler, als von den Modellen vorhergesagt und der Himmel würde milchig-gelblich getrübt werden. Das Bild stammt vom letzten Staub-Event, aufgenommen in Leipzig.

Am Boden und auf unseren Autos könnte sich maximal ab Freitagnachmittag im Südwesten mit dem Regen (!) was absetzen. Ohne Regen nichts.

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