Starker Hurrikan IRMA zieht Richtung Karibik

Der Hurrikan IRMA zieht weiter auf dem tropischen Atlantik nach Westen und wird derzeit als Kategorie 2 eingestuft. Die mittleren Windgeschwindigkeiten dürften etwa bei 175 km/h liegen mit natürlich deutlich stärkeren Windböen. Es muss davon ausgegangen werden, dass er sich in den kommenden Tagen weiter verstärkt.

Wir sehen hier ein Satellitenbild vom Sonntagmorgen. IRMA zieht weiter nach Westen und könnte zunächst die Kleinen Antillen gefährden, insbesondere die nördlichen Inseln. Den aktuellen Satellitenloop zu Hurrikan IRMA gibt es hier. Dort sehen Sie auch, dass ein Hurrikan niemals „rast“. Er rotiert nur schnell, vorankommen tut er dagegen nur langsam.

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Modellprognosen bis Mittwoch

Am Mittwoch könnte der Hurrikan dann auf seinem Weg in die Karibik die nördlichen kleinen Antillen erreichen. Hier würden dann schlimme Ausmaße drohen mit extremen Orkanböen und heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und einer Sturmflut. Im Folgenden drei Modellprognosen für Mittwoch, 14 Uhr MESZ. Wir sehen, dass alle Modelle insgesamt für die Prognose von 3 Tagen relativ einheitlich sind. Es sieht also zusammengefasst für die nördlichen kleinen Antillen nicht gut aus! Sie können hier selber alle aktuellen Modelle ansehen und vergleichen.

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Weitere Prognose bis Freitag

Zunächst mal muss gesagt werden, dass die Unsicherheiten nun natürlich deutlich zunehmen. Wir können nur schauen, was die aktuellen Wettermodelle berechnen. Ob es so dann auch wirklich so kommt, steht noch in den Sternen. Was gibt es für einen Trend?

Wir schauen uns die Animation des Luftdrucks vom ECMWF Modell an – von Donnerstag bis Samstag. Er würde einen Kurs nördlich der Karibik einschlagen, über die Bahamas hinwegziehen und anschließend sich Florida annähern.

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Die folgende Prognose für den gleichen Zeitraum des amerikanischen GFS Modells sieht die Zugbahn etwas nördlicher, aber die Bahamas würden ebenfalls voll getroffen werden. Es sieht also hier nach jetzigem Stand nicht gut aus – der Hurrikan könnte voll treffen.

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Könnte der Hurrikan die Ostküste der USA erreichen?

Kurz: Ja, natürlich könnte er. Aber das ist derzeit noch völlig offen, da er frühestens kommenden Samstag oder Sonntag (also in fast erst einer Woche) in diesen Bereich kommen wird. Für genaue Prognosen und vor allem für einen Alarm dort, ist es viel zu früh.

Das ECMWF lässt den starken Hurrikan der Ostküste sehr nah kommen zum Montag, 11. September. Zum gleichen Zeitpunkt lässt das US Modell ihn in North Carolina und South Carolina an Land gehen, was hier verheerend wäre. Klicken Sie auf die Karten für Details, dort kann man auch hineinzoomen. Im weiteren Verlauf würde auch das EZMWF Modell etwas später den Hurrikan in North Carolina ebenfalls an Land gehen lassen! Hier die Karten.

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Im Folgenden noch die Grafik der 52 verschiedenen Berechnungen des ECMWF (Ensembles). Die Bandbreite ist hier besonders für die US Ostküste noch sehr groß. Die Frage wird sein, wann der Hurrikan wie stark nach Norden eindreht.

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Es besteht durchaus die Hoffnung, dass der Hurrikan vor der Ostküste nach Norden und später nach Nordosten abdreht. Genaue Prognosen sind noch nicht möglich, aber die Hinweise, dass zunächst die Gebiete der nördlichen Karibik bzw. nördlich der Karibik betroffen sein könnten verdichten sich. Leider muss derzeit auch die Möglichkeit eines Landgangs des starken Hurrikans an der US Ostküste eingeplant werden. Wir berichten weiter.

 


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Ein Kommentar

  1. Daniel Bachmeier 3. September 2017

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