Rückblick auf den milden und nassen Herbst

Der Herbst 2017 geht als milde, aber verbreitet nasse und dunkle Jahreszeit in die Wettergeschichte ein. Vor allem in Norddeutschland war es von September bis November deutlich milder als im Mittel. Dabei war der September recht kühl, dafür aber der Oktober deutlich wärmer mit Sommerwärme zur Monatsmitte. In Freiburg wurden am 16. Oktober 28 Grad gemessen. Auch der November war überwiegend mild, allerdings unterbrochen von Kaltluftvorstößen. Alle drei Monate waren recht niederschlagsreich. Dagegen schien die Sonne seltener als im Mittel.

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Die Temperaturen im Herbst 2017 und im Vergleich dazu die Mitteltemperaturen im Zeitraum 1981 bis 2010.

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Die Regensummen im September, berechnet aus den Messwerten der Wetterstationen und den Radardaten. Besonders viel Regen ist wie üblich am Alpenrand gefallen, aber auch im Bergischen Land und in Teilend es Sauerlandes kam einiges zusammen. Sehr trocken war es dagegen gebietsweise im Osten Deutschlands, regional kamen nicht einmal 20 Liter pro Quadratmeter zusammen. Für Details einfach in die Bundesländer und Landkreise zoomen. Die Sonne schien nur im äußersten Nordosten etwas häufiger als im Mittel, ansonsten war der September grauer als sonst.

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Die Regensummen im Oktober, berechnet aus den Messwerten der Wetterstationen und den Radardaten. Besonders viel Regen ist wie üblich am Alpenrand gefallen, aber auch im hohen Norden war es sehr nass.

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Die Regensummen im November, berechnet aus den Messwerten der Wetterstationen und den Radardaten. Besonders nass war es im Schwarzwald, wo allerdings ein erheblicher Anteil des Niederschlags als Schnee herunterkam. Auch in Teilen Schleswig-Holsteins fielen größere Mengen.

Der September startete mit einer Dauerregenlage am Alpenrand, durch die es regional zu Überschwemmungen kam. Lokal kamen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen. Am 13. September fegte der Sturm Sebastian über weite Teile Deutschlands hinweg und richtete vor allem in Norddeutschland einige Schäden an. Den Ablauf des Sturms kann man in unserem Ticker zum Sturm Sebastian nachlesen.

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Die stärksten Böen am 13. September 2017 in Deutschland. Orkanböen gab es an der deutschen Nordseeküste sowie in den höchsten Lagen einiger Mittelgebirge. Die Feuerwehr verzeichneten vor allem in Norddeutschland zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen abgebrochener Äste, umgestürzter Bäume oder Baugerüste. Der Monat endete mit einer Kaltfront, an dessen Vorderrand sich in der Mitte und im Süden einige Gewitter bildeten.

Zwei weitere schwere Stürme folgten im Oktober, zuerst zu Beginn des Monats der Sturm XAVIER, dann kurz vor Monatsende der Sturm HERWART, die beide einige Schäden anrichteten.

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Die maximalen Windböen am 05. Oktober durch das Sturmtief XAVIER. Böen bis Orkanstärke gab es im Raum Berlin-Brandenburg, auf dem Brocken im Harz wurde eine Spitzenböe von 177 km/h registriert.

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Die Höchstwerte am 16. Oktober 2017: An zahlreichen Wetterstationen wurde sogar die 25-Grad-Marke überschritten, ab einem Höchstwert von 25,0 Grad spricht man von einem Sommertag.

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Im November folgten einige kalte Phasen, zum Monatsende waren die meisten deutschen Mittelgebirge schneebedeckt. Im Schwarzwald lag der Schnee schon bis zu einem halber Meter hoch. Dazu die Schneehöhen am Morgen des 30. November.

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Herbststimmung im Bergischen Land bei Wuppertal, Foto: Achim Otto

 


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