Ophelia auf dem Weg zum Hurrikan

Auf dem Nordatlantik hat sich der nächste Tropensturm gebildet, der Sturm OPHELIA wirbelt südwestlich der Azoren und verstärkt sich weiter. Inzwischen reichen die mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 85 km/h. OPHELIA hat das Potenzial, ein ausgewachsener Hurrikan zu werden. Er wäre der zehnte Hurrikan in Folge auf dem Atlantik. Die aktuellen Satellitenbilder zeigen, dass sich im Zentrum des Sturms bereits ein Auge ausbildet.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den Sturm OPHELIA südwestlich der Azoren. Es bildet sich bereits ein Auge im Zentrum des Sturms aus.

Die Wassertemperaturen im Gebiet südwestlich der Azoren aus dem globalen europäischen Modell liegen nur um 25 bis 27 Grad. Das liegt im Bereich der in den meisten Veröffentlichungen und Lehrbüchern genannten 26,5 oder 27 Grad, die meist als Untergrenze für die Entstehung eines tropischen Wirbelsturms genannt werden. Eine solche Grenze gibt es aber genau genommen nicht. Denn entscheidend ist nicht die absolute Wassertemperatur, sondern der Temperaturunterschied zur Luft in größeren Höhen. Liegt dort kältere Luft, kann der Temperaturunterschied besonders groß sein, die Schichtung ist sehr labil. Dann kann sich auch bei niedrigeren Wassertemperaturen ein Sturm oder sogar ein Hurrikan bilden. Beispiele dafür gab es in der Vergangenheit einige, darunter der Hurrikan VINCE im Herbst 2005, der abgeschwächt auf den Südwesten Spaniens traf.

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Die Ensemble-Vorhersagen für den Sturm OPHELIA aus dem globalen europäischen Modell. Für die Ensemble-Vorhersagen wird jeweils der Anfangszustand leicht verändert und dann die weitere Zugbahn berechnet. So erhält man verschiedene Ergebnisse. Liegen diese dicht beieinander, ist die Vorhersage recht sicher. Gehen sie weiter auseinander, nimmt die Unsicherheit deutlich zu. Der Sturm könnte demnach ins Seegebiet vor Portugal ziehen.

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Die Vorhersage der signifikanten Wellenhöhe am kommenden Sonntag mit meterhohen Wellen im Seegebiet zwischen den Azoren und dem portugiesischen Festland.


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