Örtlich Gewitter mit Starkregen am Dienstag

Nach dem Wochenende mit einigen neuen Wärmerekorden für Anfang April geht es wechselhaft in die neue Woche, wie wir bereits im Ausblick berichteten. Während schon am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag einzelne Gewitter im Westen möglich sind, wird die Gewitteraktivität am Dienstag vor allem nachmittags und abends zunehmen. Dabei rückt eine Kaltfront langsam in den Südwesten vor, während im Vorfeld ein Streifen mit feuchterer Luft nach Norden sich ausbreitet. Hier wird auch der Fokus bezüglich der Gewitter liegen, wobei es doch noch recht große Unsicherheiten gibt, wo es genau zur Sache geht. Anders als bei der Gewitterlage in der vergangenen Woche, haben wir eher wenig Wind und beschreiben wir es mal so „verwaschenen Strukturen“ zu tun.

Kaltfront – Einschub feucht-warmer Luft

Wir sehen unten zwei Karten für die Eigenschaft der Luftmasse am Dienstag um 17 Uhr. Das ECMWF und das US Modell sehen sowohl die genau Lage der Kaltfront, als auch den vorlaufenden Streifen mit feuchterer Luft (roter Pfeil) unterschiedlich. In diesem Bereich ist die Gewittergefahr besonders erhöht. Die schwarzen Pfeile zeigen eine sich ausbildende Konvergenzzone – hier strömt der Wind zusammen, was die Gewitterbildung fördert. Halten wir also fest: Die genaue Zone mit Gewittern ist noch nicht eindeutig klar, mal ganz abgesehen davon, dass sich Gewitterzellen sowieso kaum ortsgenau vorhersagen lassen. Ich verweise gerne auf diesen Beitrag.

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Modellvergleich – signifikantes Wetter

Blicken wir auf vier verschiedene und aktuelle Prognosen mit dem signifikanten Wetter (rosa=Gewittersignale) für Dienstag, 17 Uhr. Auch hier zeigen sich in den Modellen noch recht große Unterschiede, wobei wir grob wohl eine gefährdete Region eingrenzen können: Das wäre etwa von Bayern über Thüringen und Nord-/Osthessen bis in den Osten von NRW und auch ins süd(öst)liche Niedersachsen. Am Abend können sich die Gewitter noch etwas weiter nach Osten/Nordosten ausbreiten. Am besten die aktuellen Karten regelmäßig ansehen, sie werden je nach Modell alle 3 bis 12 Stunden aktualisiert und unten ist ja auch nur ein Termin (17 Uhr) zu sehen:

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Hauptgefahr Starkregen

Ganz anders als bei der Gewitterlage in der vergangenen Woche, wird dieses Mal nicht der Wind im Vordergrund stehen, sondern der Starkregen. Der Grund ist ganz einfach, dass die Gewitter vergleichsweise langsam ziehen werden und sie nicht direkt mit einer Front oder einem markanten Luftmassenwechsel zusammenhängen. Zudem können Gewitter und stärkerer regenfälle von Süd/Südost her mehrfach über den gleichen Ort ziehen. Logischerweise kann es bei einem Gewitter immer auch Sturmböen geben, eindeutig steht aber der Starkregen im Vordergrund. In kurzer Zeit können durchaus stellenweise über 30 Liter/qm fallen. Wo das ganz genau der Fall sein wird, kann noch niemand sagen. Dazu muss man kurzfristig das HD Radar, Stormtracking und Blitze verfolgen oder sich per Mail frühzeitig mit Meteosafe informieren lassen, wenn ein Gewitter aufzieht. Dazu gibt es alles nun auch in der Pflotsch Storm-App.



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3 Kommentare

  1. Hans 9. April 2018
  2. Hans 9. April 2018
    • Sam 9. April 2018

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