Niedrigwasser: Edersee 20 Meter unter Vollstau

Trotz einiger Niederschläge in den vergangenen Wochen setzt sich die Trockenheit in einigen Regionen Deutschlands weiter fort. Die meisten Flüsse führen weiter Niedrigwasser, das sich mit der aktuellen Hochdruckwetterlage weiter verstärken dürfte. Ungewöhnlich ist weiter der Wasserstand des Edersees in Nordhessen, der bereits mehr als 20 Meter unter dem Vollstau liegt.

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Die Regensummenkarte seit Monatsbeginn: Zwar sind regional größere Regenmengen gefallen, aber vor allem im Südwesten kamen gebietsweise nur 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter zusammen.

Entlang des Ober- und Mittelrheins liegen die Wasserstände weiterhin in der Nähe der bisherigen Tiefststände der vergangenen Jahrzehnte zu dieser Jahreszeit. Auch in Köln liegen inzwischen größere Strandabschnitte am Fluss frei und am Wochenende konnten viele Besucher der „Kölner Lichter“ diesen zusätzlichen Platz ausnutzen. Von den Allzeitrekorden sind die aktuellen Wasserstände aber weit entfernt, in Worms fehlen noch 1,10 Meter und in Düsseldorf fehlten am Morgen noch 1,23 Meter bis zu den Rekordwasserständen. Allerdings wurden diese jeweils im Herbst erreicht – der üblichen Zeit für niedrige Pegelstände. Im Kreis Soest (NRW) sind die Pegelstände der Ahse, der Möhne und der Gieseler inzwischen dramatisch gesunken, hier gibt es bereits Einschränkungen für die Wasserentnahme aus den Flüssen.

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Niedrigwasser am Mittelrhein, aufgenommen von Reinhold Reitz

Extrem ist inzwischen die Lage am nordhessischen Edersee. Am Montagmorgen lag der Wasserstand 20,28 Meter unter dem Vollstau und damit auch über 15 Meter unter dem langjährigen Mittelwert für Mitte Juli. Der Füllstand beträgt mit einem Volumen von nur noch 46,33 Millionen Kubikmetern nur noch 23 Prozent. Aus dem Edersee wird sehr viel Wasser an die Weser abgegeben, damit diese noch schiffbar bleibt. Sinkt das Restvolumen des Sees allerdings unter die Marke von 40 Millionen Kubikmeter, wird die Angabe an den Fluss drastisch reduziert. Ohne stärkere Niederschläge ist die Oberweser dann nicht mehr schiffbar. Dies dürfte etwa ab diesem Freitag (21.07.) und damit ungewöhnlich früh der Fall sein. Auch hier gilt, dass der tiefste Wasserstand üblicherweise im Herbst erreicht wird. Auch andere Talsperren weisen derzeit sehr niedrige Füllstände auf, im Harz liegen die Füllstände der Talsperren nach Angaben der Harzwasserwerke zwischen 35 und 62 Prozent.

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Die erwarteten Regensummen bis zum kommenden Freitag aus dem HD-Modell. Während in Norddeutschland gebietsweise mehr als 30 Liter pro Quadratmeter fallen sollen, bleibt es im Südwesten zum Teil ganz trocken.

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Trockenheit am Niederrhein, aufgenommen von Thomas Sävert am Samstag (15.07.2017)


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4 Kommentare

  1. Hans 17. Juli 2017
    • Thomas Sävert 17. Juli 2017
      • Hans 17. Juli 2017
  2. Daniel Bachmeier 17. Juli 2017

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