Möglicher Zyklon formiert sich im Golf von Bengalen

Auf dem nördlichen Indischen Ozean braut sich etwas zusammen. Wie bereits berichtet werden die Bedingungen für die Bildung eines gefährlichen Zyklons im Golf von Bengalen in dieser Woche deutlich günstiger und in den kommenden Tagen kann sich ein tropischer Wirbelsturm bilden, der möglicherweise nach Indien zieht.

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Das Satellitenbild Top Alarm zeigt im Südostteil des Golfs von Bengalen hoch reichende Schauer- und Gewitterwolken, die sich allmählich um ein Zentrum formieren. Die ausgefransten Wolken am Rande der Schauer und Gewitter zeigen an, dass hier in höheren Schichten Luft vom Sturmsystem abtransportiert wird, man spricht vom „Outflow“. Die Luft, die im Bereich eines tropischen Wirbelsturms oder eines entstehenden Sturms aufsteigt, muss ja irgendwo hin. Wird sie in größeren Höhen nach außen abtransportiert, sind die Bedingungen günstig für weiteren Luftnachschub von unten.

Für den Kartenausschnitt gilt wie bei allen Satellitenbildern und Modellkarten: Man kann im Menü die vorgegebenen Regionen auswählen oder über die Rasterkarten in drei Stufen in jede Region weltweit zoomen.

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Die aktuelle Blitzaktivität ist in dem Bereich recht hoch. Vor allem bei entstehenden oder sich verstärkenden Stürmen ist die Blitzaktivität hoch, während sie sonst im Bereich von tropischen Wirbelstürmen eher niedrig ist.

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Die Modelle sind sich inzwischen einig, dass ein Sturm entsteht, nur die Berechnungen zur Stärke und zur genauen Zugbahn gehen noch weit auseinander. Als Beispiel ist hier die Karte aus dem globalen Euro-Modell für die Nacht zum Samstag (10.12.) dargestellt. Oben in der Karte kann man einfach zu den anderen Modellen zum selben Termin wechseln. Voraussichtlich erst zu Beginn der neuen Woche könnte der Sturm auf die indische Ostküste treffen – wo genau und ob möglicherweise verheerend stark, ist noch offen.

Die tropischen Wirbelstürme im Bereich des Golfs von Bengalen gehören zu den gefährlichsten und tödlichsten der Erde. Sie sind vor allem deshalb so gefährlich, weil sie einen meterhohen Wasserberg vor sich herschieben und im nördlichen Bereich des Golfs von Bengalen eine gewaltige Sturmflut hervorrufen können. Das flache Land im Nordosten Indiens und in Bangladesch kann bis weit ins Landesinnere überschwemmt werden. Dies war auch bei der bisher schlimmsten Wirbelsturmkatastrophe weltweit der Fall: Im November 1970 kamen durch einen Zyklon in Bangladesch rund 300.00 Menschen ums Leben, einige Quellen sprechen sogar von etwa 500.000 Toten.


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