Lawinen/Lawinengefahr

In den Mittelgebirgen/in den Alpen ist der Winter eingekehrt. Es gibt teilweise enorme Schneemengen, über das Wochenende kommt noch einiges an Neuschnee dazu. Hier die Schneehöhen-Prognosekarte bis Sonntagabend: Vor allem in den Mittelgebirgen sind durchaus noch einmal um die 20, im Schwarzwald und am bayerischen Alpenrand auch bis zu 40 cm Neuschnee möglich. Hier die Schneehöhen-Prognosekarten für Österreich und die Schweiz – auch hier kommt über das Wochenende reichlich Schnee dazu.

Zur Erklärung, wie der Akkumulierte Schnee (in Millimeter) umgerechnet werden kann, wieviel Zentimeter Neuschnee das ungefähr gibt – schauen Sie hier.

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Welche Art von Lawinen gibt es grundsätzlich?

Man unterscheidet im Groben zwischen Schneebrettlawinen, Nassschneelawinen, Lockerschnee- bzw. Staublawinen. Merkmale, wie die Form des Anrisses, die Lage der Gleitflächen, die Feuchtigkeit der Lawine usw. sind für diese Einteilungen charakteristisch.  Welche Lawinenart entsteht, ist schlussendlich von der Schnee- und Geländebeschaffenheit sowie vom Wetter abhängig.

Die Lawinengefahr ist aktuell schon erheblich (Stufe 3), wird sich aber teilweise noch steigern.

Wir wollen hier speziell die Lawinenwarnstufen etwas genauer anschauen. Die Lawinengefahr wird in einer 5-teiligen Skala angegeben und jeweils von den Lawinenkommissionen vor Ort bewertet und festgelegt.

1 – geringe Gefahr: Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil. Lawinenauslösung ist nur bei großer Zusatzbelastung in Steilhängen möglich.

2 – mäßige Gefahr: Schneedecke ist mäßig verfestigt. Auslösung von Lawinen bei großer Zusatzbelastung.

3 – erhebliche Gefahr: Die Schneedecke ist oft nur mäßig bis schwach verfestigt. Auslösung von Lawinen ist schon bei einzelnen Skifahrern möglich. Tourenmöglichkeiten eingeschränkt/lawinenkundliches Beurteilungsvermögen ist nötig.

4 – große Gefahr: Die Schneedecke ist schwach verfestigt. Lawinenauslösung ist bei geringer Zusatzbelastung möglich und an Steilhängen wahrscheinlich. Es sind spontan (ohne menschliches Zutun) mittlere bis große Lawinen zu erwarten. Skitouren-Möglichkeiten sind stark eingeschränkt.

5 – sehr große Gefahr: Schneedecke ist schwach verfestigt und instabil. Ohne menschliches Zutun sind zahlreiche, große bis sehr große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten. Skitouren sind allgemein nicht möglich.

Speziell in der Stufe 3 (erhebliche Lawinengefahr) passieren die meisten Lawinen-Unfälle. Menschen fühlen sich dann oft noch sicher und können die Gefahren-Situation nicht ausreichend beurteilen. Also: Wenn Sie am Wochenende unterwegs sind – zum Wintersport – genießen Sie die tollen Schneeverhältnisse, bleiben Sie aber auf den markierten/gesicherten Pisten und beachten Sie die Lageberichte der Lawinenkommissionen vor Ort.

Ein Kommentar

  1. Jens Motsch 16. Dezember 2017

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