Januar im Süden bisher deutlich zu kalt

In der Südhälfte Deutschlands ist der Januar 2017 bisher deutlich zu kalt – korrekter wäre es – deutlich kälter im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten. In schon zahlreichen Nächten gab es strengen Frost, wobei dort die landesweit kälteste Nacht die zum 07. Januar war. Zahlreiche Messwerte, auch historisch in unserem Klimaarchiv.

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Je weiter man in Deutschland nach Norden geht, desto geringer werden die Abweichungen. Im äußersten Norden und hier vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee finden sich teilweise sogar leicht positive Abweichungen. Dennoch ist es auch beispielsweise in NRW und in Sachsen derzeit noch kälter als nach den Mittelwerten für Januar von 1981 bis 2010.

Abweichungen vom Klimamittel (1981-2010) bis zum 19. Januar

Ort, Mitteltemperatur 81-10, Mitteltemperatur Januar 2017, Abweichung

Würzburg, 0,5, -1,9, -2,4
Zugspitze, -10,3, -15,6, -5,3
Oberstdorf, -2,7, -5,8, -3,1
Nürnberg,  0,0, -2,8, -2,8
München, +0,3, -2,7, -3,0

Feldberg, -2,6, -7,4, -4,8
Lahr, +1,7, -1,1, -2,8
Stuttgart, +0,4, -2,1, -2,5

Der letzte deutlich zu kalte Januar in Süddeutschland war 2006, auch 2010 war kälter als im langjährigen Mittel. Hier gab es aber besonders im Norden Deutschlands erhebliche negative Abweichungen, während der Süden nicht so herausragend kalt war. Alle historischen Werte hier.

Eine deutliche Milderung ist in Süddeutschland bis zum Monatsende aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Der Trend für München zeigt zwar insgesamt leicht ansteigende Temperaturen, aber erst ab dem 30. Januar gehen einzelne Modelle von einer deutlichen Milderung aus. Den Trend für jeden anderen Ort in Europa finden Sie hier.

muc

 

2 Kommentare

  1. Christina 22. Januar 2017

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