Italientief bringt Dinariden und Apennin viel Neuschnee

Ein kräftiges Höhentief spaltet sich am Montag und Dienstag bei Italien ab und wird bis Wochenmitte langsam sein Zentrum Richtung Sizilien verlagern. Es hat besonders in der Höhe Kaltluft aus dem hohen Norden im Gepäck und sorgt für teils ergiebige Niederschläge und Gewitter. Besonders betroffen sind nicht nur Teile von Italien, sondern auch der Balkan. Durch Zufuhr deutlich kälterer Luft, kommt es in den Gebirgen zu intensiven Schneefällen.

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Am Montag schneite es sogar in Bologna bei 0 Grad dicke Flocken. Unter anderem kam es in Slowenien zu starken Schneefällen und glatten Straßen. In Slowenien wird der Schnee allerdings schon bald nachlassen, während sich der Schwerpunkt dann Richtung Balkan weiter nach Süden verlagert. Ebenso wird es durch ein neues Hoch auch im gesamten Alpenraum trocken werden, sodass hier in den kommenden Tagen perfektes Bergwetter herrscht.

Große Niederschlagsmengen

Die Niederschlagssummenkarte bis Mittwoch zeigt die flächigen und teils ergiebigen Niederschläge in Italien und auf dem Balkan. Unten sind zwei Karten zum Vergleich: Einmal die Summe aus dem 4x4km Modell und aus dem ECMWF Modell. Unser eigenes 4x4km Modell ist extrem hoch aufgelöst und erkennt natürlich die Staulagen der Gebirge am besten. Wir sehen Schwerpunkte vor allem im Bereich des Apennin, aber auch im Bereich Dinarisches Gebirge von Kroatien bis bis nach Albanien und Griechenland. Es kann durch Gewitter örtlich zu Überschwemmungen kommen, großflächiges Hochwasser steht meist aber nicht an, da die großen Niederschlagsmengen im Gebirge als Schnee gebunden werden.

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Viel Neuschnee Dinarisches Gebirge – Kroatien/Bosnien und Herzegowina

Vor allem von Kroatien bis nach Bosnien und Herzegowina akkumuliert sich bis Mittwoch viel Neuschnee in den Bergen.  Die Schneefallgrenze sinkt zeitweise auf unter 500 Meter und durch zusätzlichen Stau an den Bergen wird die feuchte Luft richtig ausgequetscht. So sind verbreitet 20 bis 50 cm Neuschnee hier zu erwarten, wie die Karten aus dem 4x4km Wettermodell unten zeigen. Stellenweise wird in exponierten Hochlagen sogar um 1 Meter Neuschnee berechnet. Beim Klick auf die Karten können Sie genauer in die Regionen gehen.

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Viel Neuschnee Hochlagen Abruzzen

In Italien wollen wir einen genaueren Blick auf die Abruzzen werfen, wo es bereits am Montag begann zu schneien (Bild oben). Hier kommt es in der Wintersaison immer wieder zu sehr heftigen Schneefällen. Innerhalb von wegen Tagen können manchmal mehrere Meter Neuschnee fallen, wenn die feuchte Mittelmeerluft direkt gegen die Berge gedrückt wird. Das folgende Bild ist aus dem Januar.

Nun steht hier der erste Wintereinbruch der Saison an, wenn es auch noch nicht so weit hinab schneit. In den höchsten Lagen kommt aber schon einiges zusammen, so rechnet das 4x4km Modell mit Neuschneemengen in der Spitze von über einem Meter. Die Schneefallgrenze liegt hier zunächst um 1200 Meter, steigt dann aber schon am Dienstag immer weiter an und liegt am Mittwoch wieder um 2000 Meter.

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Ein Kommentar

  1. Gino 13. November 2017

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