In der Nacht wird es wärmer

Es gibt einen atypischen Temperatur-Tagesgang. Wir kennen es so: Normalerweise ist es nach dem Sonnenhöchststand im Laufe des Nachmittags am wärmsten, in den frühen Morgenstunden am kältesten. In der kommenden Nacht schaut die Situation anders aus. Schuld ist ist ein Tief über dem Nordmeer. Die dazughörige Warmfront überquert Deutschland von West nach Ost. Die Auswirkungen haben wir in unserem Wetterkanal-Beitrag über Starkregen und Tauwetter bereits zusammengefasst.

 

xxx1

Nun wird hinter der Warmfront die Luft – gegenüber den letzten Tagen – deutlich milder. Diese Erwärmung findet abends und nachts statt. So haben wir heute tagsüber oft noch Temperaturen von 4 bis im Osten teilweise 10 Grad, am Abend und in der ersten Nachthälfte gibt es dann aber einen spürbaren Temperaturanstieg. So liegen die Werte in den frühen Morgenstunden des Donnerstags oft 3 bis 7 Grad über den Werten von heute Nachmittag, besonders im Westen und im Südwesten Deutschlands. Auch der Wind hilft mit, dass sich die mildere Luft nachts im Südwesten Deutschlands durchsetzt.

model_modsuihd_2017030800_25_2_1

 

 

model_modsuihd_2017030800_25_2_11

 

Hier am Beispiel Heidelberg sieht man schön den Temperaturanstieg in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag – andere Orte  unter dem Link einfach eingeben und suchen.

unspecified1

 

Wie geht es temperaturmäßig weiter? Im 10-Tage-Temperatur-Trend für Heidelberg ist zu sehen, dass in den nächsten Tagen kein markanter Temperatur-Rückgang oder -Anstieg bevorsteht. Wir dümpeln also weiter dahin mit dem schon bekannten wechselhaften und mäßig warmen Wetter: Frühlingswetter mit viel Sonnenschein und Wärme, aber auch Spät-Winterwetter mit Schnee und Kälte ist somit vorerst in den nächsten Tagen bis über die Monatsmitte hinaus nicht in Sicht.

unspecified3

 

Obwohl wahrscheinlich viele Menschen über das momentan unbeständige und nur mäßig warme Wetter frustriert sind – für die Natur ist es ein Segen (speziell im Frühjahr), dass momentan immer wieder Schübe mit Regen kommen, nicht zuletzt – um das Regendefizit seit dem letzten Herbst etwas wettzumachen – siehe unseren Wetterkanal-Beitrag vor Kurzem dazu.

Kommentieren