Hurrikan OPHELIA nähert sich Europa

Der Hurrikan OPHELIA hat sich über Nacht im Seegebiet südwestlich der Azoren verstärkt und weist mittlerweile Windgeschwindigkeiten bis etwa 140 km/h auf – Böen nicht mitgerechnet. Dagegen zieht er mit einer Zuggeschwindigkeit von gerade mal 5 km/h nur sehr gemächlich über den Ozean. OPHELIA nähert sich am Wochenende der Küste von Portugal, dreht aber nach Norden ein und könnte als außertropisches Sturmtief zu Beginn der neuen Woche auf Irland treffen.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den Hurrikan OPHELIA, dessen Auge im Zentrum schon gut ausgeprägt ist.

Die Ensemble-Vorhersage für den Hurrikan OPHELIA aus dem globalen europäischen Modell. Für die Ensemble-Karten wird jeweils der Anfangszustand leicht verändert und dann die Zugbahn berechnet. So erhält man viele verschiedene Lösungen. Stimmen diese gut überein, ist die Vorhersage recht sicher. Nehmen die Abweichungen zu, steigt die Unsicherheit. Damit ist recht sicher, dass der Hurrikan zwischen den Azoren und Madeira nach Nordosten zieht. Dabei könnten die östlichsten Azoren noch von Sturmböen erfasst werden. Unsicher ist dann, was genau Irland abbekommt. Das sich Hurrikane Europa nähern, kommt schon mal vor, mehr dazu auch hier: Wenn Hurrikane Europa nahe kommen

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Am Montagnachmittag liegt OPHELIA dicht südwestlich von Irland, nach dem globalen US-Modell mit einem Kerndruck von 955 Hektopascal. Allerdings dürfte dann aus dem Hurrikan ein außertropisches Tief geworden sein. Noch ist die Zugbahn unsicher, der Sturm könnte auch noch etwas näher an Irland heranziehen.

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Die signifikante Wellenhöhe am Sonntagnachmittag aus dem globalen US-Modell. Zwischen den Azoren und dem portugiesischen Festland werden Wellen bis über 12 Meter Höhe berechnet,. Nicht berücksichtigt sind noch deutlich höhere Einzelwellen.

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Am Montag nähert sich der Sturm Irland und im Seegebiet vor Irland muss mit Wellen bis über 15 Meter Höhe gerechnet werden.

OPHELIA ist bereits der zehnte Hurrikan der laufenden Saison auf dem Nordatlantik. Dabei traten alle zehn Hurrikane in Folge auf, nicht unterbrochen von einem schwächeren Sturm. So viele Hurrikane in Folge wurden auf dem Atlantik zuletzt in den 1878, 1886 und 1893 registriert, also lange vor dem Beginn des Satellitenzeitalters Anfang der 1960er Jahre. Davor weiß man nicht, ob es möglicherweise zwischen den registrierten Hurrikanen noch andere, schwächere Stürme gab, die auf dem offenen Meer blieben und daher nicht erfasst wurden. Insgesamt gehört die Hurrikansaison 2017 auf dem Nordatlantik zu den aktivsten im Satellitenzeitalter, wenn man nicht nur die Anzahl der Stürme, sondern auch deren Andauer und Stärke betrachtet. Spitzenreiter ist noch das Jahr 2005, dahinter kommen die Jahre 2004 und 1995, die in diesem Jahr beide sehr wahrscheinlich noch übertroffen werden. Ob auch der Rekord aus dem Jahr 2005 getoppt werden kann, ist noch offen. Offiziell dauert die Hurrikansaison bis Ende November, in einigen Jahren treten aber auch im Dezember noch Stürme auf.


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