El Niño vorbei – kommt jetzt La Niña?

Im vergangenen Sommer machte ein lokales Naturphänomen weltweit Schlagzeilen, obwohl es sich für die meisten von uns weit entfernt im tropischen Pazifik abspielte: Dort erwärmte sich das Wasser so stark wie selten zuvor. Insgesamt mehr als ein Jahr hielt sich das starke El Niño-Ereignis, durch das das Wettergeschehen in vielen Regionen der Erde beeinflusst wurde. Es deutete sich in diesem Frühjahr schon an (wir berichteten), jetzt ist es inzwischen offiziell: El Niño ist vorbei. Droht nun die Umkehr zu einer drastischen Abkühlung des tropischen Pazifikwassers, auch La Niña genannt?

El Niño hatte Einfluss auf das Wettergeschehen in vielen Teilen der Erde. So herrschte in Australien und in Südostasien zum Teil extreme Dürre, während es an der südamerikanischen Westküste deutlich nasser war als sonst. Auf dem zentralen und östlichen Pazifik gab es mehr starke Hurrikane als sonst, gleichzeitig fiel die Hurrikansaison auf dem Nordatlantik schwach aus. Eine Ausführliche Erklärung zu El Niño und seinen weltweiten Auswirkungen sowie zu La Niña ist bei uns im Wetterlexikon zu finden.

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Die Karte mit den Wassertemperaturen (Quelle: Climate Prediction Center) aus der ersten Juniwoche zeigt die Abkühlung im Bereich des zentralen und östlichen tropischen Pazifiks. Darunter ist die Abweichung vom langjährigen Mittelwert dargestellt. Nachdem vor einigen Wochen noch hohe Wassertemperaturen gemessen wurden, liegen sie jetzt bereits unter den Mittelwerten.

Auch in tieferen Wasserschichten ist die Abkühlung sehr deutlich sichtbar. Hier baute sich schon seit einiger Zeit eine Kaltwasserzone an.

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Wie geht es nun weiter? Nachdem jetzt El Niño vom US-Wetterdienst für tot erklärt wurde, rätseln viele Wissenschaftler, ob der Abwärtstrend der Wassertemperaturen direkt zu einem Kaltwasserereignis führt, der „Schwester“ von El Niño, die La Niña genannt wird. Die meisten Berechnungen (siehe Grafik mit den Vorhersagen verschiedener Wettermodelle für die Wassertemperaturen) deuten darauf hin. Die weltweiten Auswirkungen von La Niña sind allerdings noch weniger erforscht als die von El Niño.


 

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Ein Kommentar

  1. Friedhelm 27. Juli 2016

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