Ein Wetter-Rückblick auf den Monat Juni

Nach den Jahren 2003, 1930 und 1917 – alle Wetterdaten und verschiedene Wetterparameter zum Nachschauen bei uns im Kachelmann-Wetterarchiv – wird der Juni 2017 als der viertwärmste Juni-Monat Deutschlands in die Wettergeschichte eingehen. Er war geprägt von einer markanten, fast über 14 Tage andauernden Hitzewelle (besonders in der Südhälfte des Landes). Dabei wurden am 22. Juni Höchstwerte oft um 35, in Köln, Trier und Ihringen am Kaiserstuhl sogar 37 Grad erreicht.

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Heftige Gewittter und Unwetter brachten dann Abkühlung, markant war auch der stationäre, gewittrig durchsetzte Starkregen zum Monatsende über Berlin-Brandenburg, Ostsachsen, Mecklenburg-Vorpommern, dem östlichen und nördlichen Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein. In Berlin-Tegel wurden innerhalb von 24 Stunden außerordentlich extreme 197 Liter pro Quadratmeter Regen gemessen, das entspricht fast der vierfachen Menge eines durchschnittlichen Junis. In NRW klagte man hingegen über Trockenheit, in Düsseldorf wurden zum Beispiel nur 40 Prozent der sonst üblichen Regenmenge eines Junimonats verzeichnet.

Hier die Regenmengen in den letzten beiden Junitagen (48-stündige Niederschlagsmengen), dementsprechend gab es große Überflutungen im Großraum Berlin (auch Oranienburg/nordwestlich von Berlin stark betroffen – mit Regenmengen von über 200 Litern pro Quadratmeter in 24/48 Stunden) – für Detailinfos in die Länder und Landkreise – …

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… sowie die Regenmengen des gesamten Juni-Monats. Gut erkennt man die sehr stark gewässerten Regionen (Norden und Osten), im Gegensatz dazu nur geringe Regenmengen und Trockenheit in Teilen von NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz (Details durch Klicken in die Länder und Kreise):

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Temperaturmäßig ist vor allem der Süden des Landes stark aus dem Rahmen gefallen. Während es in Hamburg 1,2 Grad wärmer war als im langjährigen Durchschnitt, wurde in Konstanz am Bodensee eine Abweichung (gegenüber der langjährigen Norm) von sage und schreibe 4,4 Grad erreicht. Im Süden Deutschlands war es also im Juni 2017 deutlich und extrem warm.

Noch ein kurzer Blick auf die Sonnenbilanz: An der Nordsee und in Teilen von Schleswig-Holstein blieben wir etwas unter dem Durchschnitt (es gab rund 95 Prozent der sonst üblichen Sonnenscheinstunden), mit jedem Kilometer nach Süden und Osten wurde es sonniger. Im Erzgebirge und in weiten Teilen Bayerns wurde fast die 1,5-fache Menge des durchschnittlichen Juni-Sonnenscheins registriert.

3 Kommentare

  1. Daniel Bachmeier 1. Juli 2017
  2. Daniel Bachmeier 1. Juli 2017
    • Daniel Bachmeier 1. Juli 2017

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