Droht nach Taifun „Melor“ schon der nächste Sturm?

Der Taifun „Melor“ überquert derzeit die zentralen Philippinen. Anders als ursprünglich gedacht hat er sich bisher kaum abgeschwächt, zwischenzeitlich konnte sich der Taifun sogar verstärken und wies am Dienstagmorgen mittlere Windgeschwindigkeiten bis etwa 230 km/h auf mit noch stärkeren Böen. Dies lag an der genauen Zugbahn, die ihn an den größten Inseln knapp vorbei führte. Teile der Philippinen melden unterdessen heftige Regenfälle und schwere Sturmschäden.

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Inzwischen werden mehrere Tote und erhebliche Schäden auf einigen Inseln der Philippinen gemeldet. Der Taifun zog an der Nordküste der Insel Samar im Osten der Philippinen entlang in Richtung Westen und schwächte sich dabei nur wenig ab. Über dem warmen Meer zwischen den größeren Inseln konnte er sich kurzzeitig intensivieren, bevor er in der Nacht zum Dienstag mitteleuropäischer Zeit auf den Norden der Insel Mindoro im Westen des Landes traf. Derzeit liegt er mit seinem Zentrum etwa 150 Kilometer südlich der philippinischen Hauptstadt Manila, wo es ebenfalls kräftig regnet. Durch den Einfluss der beiden großen Inseln Luzon und Mindoro ist das Auge des Sturms inzwischen kaum noch zu erkennen und der Taifun wird schwächer. „Melor“ (auf den Philippinen auch „Nona“ genannt) zieht in den kommenden Stunden auf das Südchinesische Meer. Dort erfasst starker nordöstlicher Höhenwind und recht trockene, kalte Luft den Sturm, der sich rasch abschwächen dürfte.

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Östlich der Philippinen braut sich inzwischen ein weiteres tropisches Tief zusammen, aus dem ein neuer Sturm hervorgehen könnte. Der nächste Name auf der vorgegebenen Liste lautet „Nepartak“. Wohin der mögliche neue Sturm ziehen wird, ist noch sehr unsicher, aber er könnte eine Bedrohung für Teile der Philippinen werden. Sollte sich daraus ein starker Sturm oder Taifun entwickeln, berichten wir weiter darüber.

„Melor“ ist bereits der 21. Taifun des Jahres auf dem Nordwestpazifik. Die Wirbelsturmsaison läuft hier – anders als auf dem Atlantik – das ganze Jahr durch. Die Taifunsaison 2015 hat einige Rekorde gebrochen, noch nie seit Aufzeichnungsbeginn wurden so viele starke Taifune beobachtet.

 

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