Dienstag weiterhin Unwettergefahr im Süden

Feuchte und labile Luft bleibt auch am Dienstag besonders in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg zurück. Dabei bilden sich im Tagesverlauf erneut Gewitter und Starkniederschläge aus, die bei wenig Verlagerung zu heftigem Starkregen führen können. Die Gefahr von großem Hagel und Gewitterböen geht dabei im Vergleich zum Montag aber etwas zurück.

Schauen wir uns die 6stündigen Niederschläge aus drei hochauflösenden Wettermodellen an. Alle drei geben Hinweise auf lokal unwetterartige Niederschlagsmengen mit teilweise über 50 mm Niederschlag in 6 Stunden, vereinzelt sind sogar Signale bis um 100 mm zu finden. Dabei dürfen wir die Karten nicht exakt ortsgenau nehmen, die punktuellen Starkregensignale sind nur Hinweise in einer gewissen Region, die wir versuchen wollen einzugrenzen.

Vergleich Niederschlag 6stündig 15 bis 21 Uhr

Wir sehen, dass das erste Modell noch etwas weiter nördlich bis nach Mittelfranken Starkniederschlagssignale setzt, die anderen beiden liegen etwas südlicher. Recht sicher betroffen sein werden vermutlich die Regionen von der Schweiz und dem Allgäu bis nach Oberbayern. Die Modelle werden laufend aktualisiert, deswegen lohnt es sich folgende aktuelle Karten der neusten Berechnungen anzusehen:

6h21

 

Vergleich Niederschlag 6stündig 21 bis 03 Uhr

Die Berechnung der Schwerpunkte geht recht weit auseinander, wo sich teils gewittrige Starkregengebiete in der Nacht abregnen werden. Hotspots sowohl im südlichen Baden-Württemberg, in Schwaben, an den Alpen, als auch in Niederbayern oder noch Mittelfranken scheinen möglich. Es bleiben im Großen und Ganzen die Gebiete vom Tage, wie oben erwähnt, weiterhin gefährdet!

6h03

 

Überschwemmungen und Hochwasser drohen

Durch die lokalen, aber heftigen Starkniederschläge wird es erneut zu örtlich begrenzten Überschwemmungen kommen. Besonders an kleineren Flüssen und ganz besonders an Bächen kann es zu Sturzfluten und Hochwasser kommen! Deswegen gilt es die Lage aufmerksam zu verfolgen, da nur kurzfristig mit den Radartools abzuschätzen ist, welche Orte genau betroffen sein werden:

Am Mittwoch zieht sich dann Dauerregen immer mehr Richtung Alpen und Niederbayern zurück, die Gefahr von unwetterartigem Starkregen mit großen Mengen in kurzer Zeit geht dann aber deutlich zurück. Trotzdem kann dies besonders durch die vorangegangenen lokalen Unwetter die Hochwassersituation lokal noch verschärfen.


 

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