Deutschland-Wetter: ab Samstagabend, 07.11.2015

Wetterlage

Wir liegen zwischen ausgedehntem Hochdruck über Süd- und Osteuropa und dem ausgeprägten, steuernden Island-Tief.

Ab Samstagabend zieht ein kleines, aber wetterintensives Randtief von Schottland kommend zum Skagerrak und am Sonntag Richtung Baltikum. Es führt an seiner Südseite ein Sturmfeld mit, dass in erster Linie den äußersten Norden Deutschlands erfasst. Auf seiner Rückseite setzt sich hinter einer Kaltfront auch im Norden vorübergehend Hochdruckeinfluss durch, bevor zum Montag das nächste Randtief heranzieht und erneut deutlich auffrischend Wind mit Sturmböen bringt.

Insgesamt ist das ruhige Hochdruckwetter beendet und wir liegen voll in der Westwinddrift, womit es deutlich windiger wird und mehr Bewegung in die Wetterküche kommt. Nur in Süddeutschland bleibt überwiegend Hochdruckeinfluss wetterbestimmend.

Vorhersage

In der Nacht zum Sonntag muss in Norddeutschland mit starken bis stürmischen Böen gerechnet werden, häufig werden 50 bis 60, stellenweise 70 km/h erwartet. Besonders vom nördlichen Niedersachsen über Schleswig-Holstein bis nach Mecklenburg-Vorpommern kommt es auch zu einzelnen Sturmböen um 80 km/h, an den Küsten und bei örtlichen Gewittern sind schwere Sturmböen um 90 km/h möglich. In den nördlichen Mittelgebirgen kommen ebenfalls Sturmböen auf, auf dem Brocken teils auch orkanartige Böen. Rasch verlagern sich dabei schauerartige Regenfälle, möglicherweise lokal mit Blitz und Donner ostwärts. Auch von Nordrhein-Westfalen bis in den Osten ziehen örtlich Schauer mit starken Böen durch. Zum Morgen verlagert sich der Höhepunkt des Windes an die Ostsee, sonst lassen Regen, Schauer und Wind überall nach. Besonders auf Rügen und Hiddensee muss noch mit Sturmböen gerechnet werden. In der Südhälfte gestaltet sich das Wetter deutlich ruhiger und trocken. Von Südwesten her lockern die Wolken auf, es trocknet ab und dort bekommt man vom Sturm im Norden auch gar nix mit.
Im Großteil des Landes gehen die Temperaturen mit Kaltfrontpassage zurück von anfangs noch sehr milden 17 bis 13 auf 12 bis 8 Grad zum Morgen. In den westlichen Mittelgebirgen, besonders in der Eifel kann es kälter werden.

Am Sonntag ist es außer dem letzten Regen im äußersten Osten und örtlichem Nieselregen im Süden überall trocken. Zwischen Sachsen und der Nordsee sowie im Süden sind oft noch dichtere Wolkenfelder unterwegs, dort ist die Sonnenscheindauer eher gering. Sonst scheint die Sonne häufig durch dünne Schleierwolken. Die anfangs noch starken bis stürmischen Böen, an der Ostsee auch Sturmböen, lassen im Tagesverlauf nach. Die Temperatur steigt in der Nordhälfte auf 12 bis 14 Grad, Richtung Süden und Westen sowie in der Lausitz oft 15 bis 18 Grad, im Breisgau wohl erneut über 20 Grad.

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Aussichten

In der Nacht zum Montag breitet sich von den Niederlanden und der Nordsee her neuer Regen über den Norden aus, örtlich ist dieser kräftig, vereinzelt auch mal gewittrig. Dazu kommen im Bergland und an der Nordsee Sturmböen auf (80 km/h), sonst starke, örtlich stürmische Böen von 50 bis 70 km/h. Im Süden und Osten weht der Wind abseits der Berge meist nur mäßig aus Süd bis Südwest und es bleibt südlich einer Linie Eifel – Sachsen meist trocken. In der Westhälfte wird es im Laufe der Nacht wieder milder mit 12 bis 15 Grad am frühen Morgen. Sonst liegen die Tiefstwerte bei 11 bis 6 Grad, mit den kältesten Werten im Osten und Südosten.

Am Montag ziehen Regenfälle der Nacht bis mittags über die Oder nach Osten ab. Sonst regnet es anfangs besonders im Westen, Norden und nachmittags stellenweise noch zwischen Baden und Sachsen und an der Nordsee. Zwischen vielen Wolken zeigt sich fast überall auch mal die Sonne, es wird aber sehr windig mit starken, im Bergland stürmischen Böen. Nachmittags kommen an der Nordsee erneut Sturmböen aus Süd bis Südwest auf. Die Höchstwerte liegen bei bis zu 20 Grad im Süden, sonst bei 12 bis 16 Grad.

Auch am Dienstag wird es in der Nordhälfte meist stark bewölkt bleiben mit starken bis stürmischen Böen, direkt an der Küste Sturmböen, zeitweise fällt leichter Regen. Im Süden dagegen ist es überwiegend freundlich mit etwas Sonne und der Wind frischt kurzzeitig mal etwas auf. Dazu werden 12 bis 15, im Süden stellenweise mit Sonnenschein bis 18 Grad erwartet.

Der Mittwoch gestaltet sich ebenso nach Norden hin dichter bewölkt mit etwas Regen aber nicht mehr ganz so stürmischem Wind zu den Küsten hin, im Süden eher freundlich und trocken. Die Höchstwerte liegen wohl recht einheitlich bei 12 bis 15, am Oberrhein bis 17 Grad.

 

Letztes Update: Marcus Kundisch, 18:40 Uhr.


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