Das waren die markantesten Wintereinbrüche Anfang November

Ab Sonntagabend sorgt eine Kaltfront für Schneefall teilweise bis in die Alpentäler und ins Alpenvorland. Wir wollen klarstellen, dass es nicht ungewöhnlich ist und es kann sogar in diesen Gebieten schon im Oktober eine Schneedecke geben. Alles schon da gewesen! In der ersten Novemberdekade sind frühe Wintereinbrüche in den Alpen ganz normal, ja selbst im Tiefland kann es in Deutschland immer mal wieder vorkommen, dass es bereits eine geschlossene Schneedecke gibt. Schauen wir uns eine Auswahl aus der Vergangenheit an mit Hilfe unserer Daten aus dem umfangreichen Archiv.

Anfang November 1941*

In großen Teilen Deutschlands kam es Anfang November 1941 zu teils kräftigen Schneefällen. In Leipzig gab es mit 15 cm am 05.11. die höchste je gemessene Schneehöhe in einer ersten Novemberdekade. Selbst im Ruhrgebiet gab es am 04.11. mehrere Zentimeter Neuschnee.

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Anfang November 1974

Schon im Oktober 1974 gab es ungewöhnlich frühe Kälteeinbrüche und Anfang November war es in vielen Mittelgebirgen und an den Alpen tief verschneit mit beachtlichen Schneehöhen. Am 1. November 1974 gab es in Oberstdorf mit 64 cm die höchste je gemessene Schneehöhe in der ersten Novemberdekade (1. bis 10. November). Auf der Zugspitze lagen am 03. November schon über 4 Meter Schnee. Beachtlich waren auch die Schneehöhen in den östlichen Mittelgebirgen, aber auch auf dem Kahlen Asten im Hochsauerland lagen zeitweise über 30 cm. Klicken Sie einfach auf die jeweiligen Karten und dann in die Bundesländer und Landkreise, mit einem Klick auf den Messwert gibt es Infos zur Station.

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Anfang November 1980

An einer Luftmassengrenze kam es vom Nordwesten bis in den Osten zwischen dem 06. und 09. November zu teils kräftigen Schneefällen. Bis ins Ruhrgebiet gab es eine geschlossene Schneedecke, beispielsweise in Bochum gab es bei dieser Lage die höchste je in der 1. Novemberdekade gemessene Schneehöhe mit 8 cm am 07. November. Das gleiche trifft auch auf den nördlichen Niederrhein zu mit 12 cm Neuschnee in Kleve.

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Anfang November 1995

In München gab es bei diesem frühen Wintereinbruch mit 11 cm am 05.11. die höchste je in der 1. Novemberdekade gemessene Schneehöhe. Aber selbst in tieferen Lagen gab es im Süden und Osten durch einige Schneefallgebiete bereits eine geschlossene Schneedecke. Auch in Berlin-Tegel gab es 2 cm Neuschnee – die höchste Schneedecke in der ersten Novemberdekade stammt in Berlin aber aus dem Jahre 1919. Auch davon haben wir Daten im Archiv.

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10. November 2004

Etwa in der Südhälfte, insbesondere in einem breiten Streifen in der Mitte kam es zu Schneefällen bis in tiefe Lagen. In Frankfurt wurde am Flughafen neben dem 05.11.1966 das einzige Mal in der ersten Novemberdekade eine Schneehöhe von 1 cm gemessen. Wenn man die Schneehöhen unten auf der Karte mit denen von einem Tag vorher vergleicht, sieht man, dass es sehr viel Neuschnee vor allem in etwas höheren Lagen gab. Auch der Flughafen Köln-Bonn registriere die höchste Schneedecke mit 6 cm in einer ersten Novemberdekade.

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08./09. November 2016

Wir brauchen gar nicht so weit zurückgehen, denn erst im letzten Jahr (2016) gab es in Hamburg  mit 3 cm die höchste Schneedecke einer ersten Novemberdekade. Besonders beachtlich sind die 17 bis 19 cm Schnee in einem Streifen südöstlich von Hamburg. Diese sind damals innerhalb von weniger als 24 Stunden gefallen. In vielen Teilen von Niedersachsen war es damals weiß.

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Es gibt noch viele weitere Beispiele für eine Schneedecke in der ersten Novemberdekade. Fällt Ihnen noch ein Datum ein? Schreiben Sie es unter diesen Beitrag in die Kommentare. Sie können auch in unserem Archiv mit den täglichen Schneehöhen selber nachsehen. Neben der Schneehöhe gibt es auch noch weitere Messwerte, wie Tageshöchsttemperatur oder Tagestiefsttemperatur.

 


* Ja, es war zur Zeit des Krieges, aber ich denke, dass wir auch aus dieser Zeit Wetterdaten betrachten dürfen.


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4 Kommentare

  1. Horst 4. November 2017
  2. Gast 4. November 2017

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