Bilanz zur ersten Gewitterlage

Die Gewitterfront vom Mittwoch ist nach Osten abgezogen – Zeit für eine Bilanz. Wie erwartet trafen die teils kräftigen Gewitter vor allem den Bereich Hessen, Südostniedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Franken und formierten sich zu einer Gewitterfront, die am Abend unter Abschwächung weiter in den Osten zog. Die Gewitter brachten vor allem Starkregen und zum Teil schwere Sturmböen, örtlich auch meist kleinen Hagel. Einige Schäden wurden vor allem aus Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeldet, in Südthüringen fuhr ein Regionalexpress gegen einen umgestürzten Baum.

Das Foto zeigt eine ausgeprägte Böenfront westlich von Erfurt in Thüringen. Außerdem gab es am Mittwoch zahlreiche Aufnahmen von spektakulären Mammatuswolken. Mehr zu der spektakulären Wolkenart ist bei uns im Wetterkanal zu finden: Mammatuswolken – unheimlich und schön

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Mammatuswolken über Thierbach, vielen Dank an Andreas Behr für das Foto (Titelbild dieses Beitrags)

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Mammatuswolken über Plauen, vielen Dank an Chrissy Radtke für das Foto

Das Zeitraffervideo zeigt den Durchzug eines Gewitters in Plauen, vielen Dank an Kai Böhme.

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Die registrierten Blitze am Mittwoch, mehr als 50.000 Blitze wurden insgesamt bis Mitternacht aufgezeichnet.

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Allein innerhalb von 30 Minuten wurden zwischen 19:25 und 19:55 Uhr in Sachsen-Anhalt und Umgebung mehr als 2.600 Blitze registriert. Das ist noch nicht vergleichbar mit heftigen Sommergewittern, aber schon eine ganze Menge.

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Die stärksten Windböen zwischen 14 und 20 Uhr am Mittwoch. In einem Streifen vom nördlichen Baden-Württemberg über Unterfranken und Thüringen bis nach Sachsen-Anhalt gab es teils schwere Sturmböen bis etwa 100 km/h.

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Später am Abend erreichte die Front unter Abschwächung auch Berlin und Brandenburg, wo die Böen nicht mehr ganz so stark waren, die Karte zeigt die Böen von 20 bis 2 Uhr nachts.

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Die 24stündigen Regensummen bis zum Donnerstagmorgen, berechnet aus den Daten der Wetterstationen und den Radardaten. Dazu die an den Wetterstationen gemessenen 24stündigen Regenmengen bis Donnerstagmorgen, 8 Uhr MESZ.

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Die erste Gewitterlage des Jahres brachte nur vereinzelt meist kleineren Hagel, so ausgehend vom Landkreis Helmstedt in Niedersachsen über Teile Sachsen-Anhalts hinweg, für Details einfach in die betreffenden Landkreise zoomen. Sehr gut vorhergesagt wurde die Lage vom SuperHD-Modell, eine Verifikation zur Gewitterlage folgt noch.



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2 Kommentare

  1. HM 5. April 2018
  2. A. Müller 5. April 2018

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