Arktiseis auf Rekordtiefstand

In den vergangenen Jahren überschlugen sich die Meldungen zum abschmelzenden Meereis rund um den Nordpol, vor allem im Jahr 2016 beschleunigte sich der Rückgang. Der Dezember stellte einen neuen Rekord auf, so wenig Eis wurde in der Nordpolarregion in einem Dezember noch nicht beobachtet. Wie sieht es aktuell aus, ist es immer noch extrem mild in Teilen des Nordmeers?

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Die Grafik des Polar Science Centers an der University of Washington zeigt den Verlauf des Eisvolumens in der Arktis. Die rote Kurve bildet die Werte 2016 ab, im Dezember gab es mit Abstand das geringste Eisvolumen und der bisherige Rekordhalter 2012 wurde deutlich unterboten. Alle Jahre von 2010 bis 2016 liegen weit unter dem Mittelwert der Jahre 1979 bis 2015.
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Damit setzt sich auch der Trend der deutlichen Eisabnahme in der Arktis ungebrochen fort. Im Vorjahr hatte es noch eine leichte Erholung gegeben, 2016 setzte erneut ein Abwärtstrend ein.

 

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Wie sieht es aktuell aus? Kräftige Tiefdruckgebiete sind auf dem Nordpolarmeer unterwegs, sie lenken immer wieder milde Luft in die teils eisfreien Gebiete nördlich von Russland.

 

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Die Karte aus dem globalen US-Modell mit den Temperaturen am Sonntagmittag zeigt den Warmluftvorstoß nördlich von Russland bis weit in den Osten.

 

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Die Temperaturabweichungen vom Mittel der Jahre 1981 bis 2010 sind in Teilen der Nordpolarregion weiterhin enorm hoch, die Temperaturen liegen gebietsweise weit mehr als 10 Grad höher als im langjährigen Mittel. Klickt man im Menü die Karten für die kommenden Tage an, sieht man schnell, dass sich an der grundlegenden Verteilung auch in nächster Zeit nur wenig ändert. Zumindest die Fläche der Eisbedeckung dürfte damit kaum zunehmen. Wenn es so durch den restlichen Winter weiter geht, ist kein allzu großes Polster für den arktischen Sommer vorhanden. Einige Wissenschaftler erwarten, dass in naher Zukunft das arktische Meereis im Sommer ganz abtauen könnte.


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2 Kommentare

  1. Dora 8. Januar 2017
    • Thomas Sävert 8. Januar 2017

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