Akkumulierter Niederschlag (Schnee) – wie viel Millimeter Niederschlag wie viel Zentimeter Neuschnee ergeben

Wir werden immer wieder gefragt, wie viel Millimeter Niederschlag wie viel Zentimeter Neuschnee ergeben. Grund sind die bei uns vorhandenen Modellkarten mit dem „akkumulierten Niederschlag (Schnee) (mm)„. Diese Modellkarten sind von verschiedenen Wettermodellen bei uns zu finden. Sie können beispielsweise vom Super HD Modell, aber auch vom ECMWF/Global Euro HD Modell ausgewählt werden.

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Erklärung

Die Karten zeigen den den akkumulierten Niederschlag in Millimeter, der ausschließlich als Schnee fallen soll. Die Niederschlagsmenge wird immer in Millimeter (= Liter/qm) gemessen und somit auch in den Wettermodellen berechnet.

Faustformel:
Sehr nasser Schnee: 1 mm Niederschlag = <1 cm Neuschnee
Normalfall, das Mittelding: 1 mm Niederschlag = 1cm Neuschnee

Trockener Pulverschnee: 1 mm Niederschlag = ~ 2cm Neuschnee oder noch mehr

Beispiele

Nassschnee: Wir sind in Berlin und bei +0,1 Grad schneit es etwa eine Stunde lang kräftig mit dicken Flocken. Weil der Boden kalt genug ist und der Schneefall intensiv, bleibt der Schnee auch liegen. Der Niederschlagsmesser in Berlin-Dahlem hat in der Stunde während des Schneefalls 4 mm gemessen. Das ist die Menge, die sich ergibt, nachdem die in den Niederschlagsmesser gefallenen Schneeflocken getaut wurden (Heizung).  So werden wir in Berlin aus diesen 4 mm bei rund 0 Grad kaum 4 cm Neuschnee bekommen, eher weniger.

Pulverschnee: Wir sind auf der Zugspitze bei -10 Grad und der Niederschlagsmesser hat nach Schneefall in 6 Stunden 5 mm Niederschlag gemessen. Der Schnee wird entweder mit einer Regenmesser-Heizung direkt geschmolzen oder nachträglich und dann gemessen.  So werden wir aufgrund der tief frostigen Temperaturen von -10 Grad Pulverschnee haben und aus den 5 mm Niederschlag locker 10 cm Neuschnee bekommen haben, eher sogar noch mehr.

Voraussetzung ist natürlich auch, dass der Schnee liegen bleibt. Der Boden muss also entweder schon vorher kalt genug sein oder der Schneefall so stark, dass der Boden rasch abkühlt beziehungsweise der Schnee nicht so schnell tauen kann wie er von oben nachkommt.

Unten eine Beispielkarte für die akkumulierte Niederschlagsmenge als Schnee aus dem Super HD Modell.

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Nassschnee

Nasser Schnee ist wie der Name schon sagt sehr nass und damit auch schwer. Die Schneeflocken sind meist sehr groß und in ihnen ist wenig Luft eingeschlossen. Beim Schneeschippen merken Sie das deutlich, wenn schon eine Schüppe voll Schnee verdammt schwer ist und er sich nicht gut räumen lässt. Wie oben erwähnt fällt sehr nasser Schnee meist bei um oder über 0 Grad. Nasser Schnee pappt gut zusammen und eignet sich damit gut für den Bau eines Schneemanns oder zum Formen von Schneebällen.

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Pulverschnee

Pulverschnee ist sehr trocken und leicht. In den Schneeflocken ist viel Luft zwischen den kleinen Ästen der Kristalle, ähnlich kann man es sich vorstellen wie bei Daunenfedern. Der Schnee pappt so gut wie gar nicht zusammen und allein das Formen eines Schneeballs ist kaum möglich. Bei Wintersportlern ist er dagegen sehr beliebt, da der Schnee dem Ski oder Snowboard kaum Widerstand bietet und man besonders gut gleitet. Perfekter Pulverschnee fällt bei deutlichen Minusgraden, siehe auch das Beispiel oben von der Zugspitze.

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Ein Kommentar

  1. Bernd 24. Februar 2018

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